#1: SEO ist die Zukunft, denn Nutzer suchen online

#1: SEO ist die Zukunft, denn Nutzer suchen online

Branchenbücher verstauben in der Ecke und auch die älteren Generationen suchen im Netz – das Umdenken findet längst statt:

Wer mit entsprechenden SEO-Maßnahmen also direkt auf den vordersten Plätzen der Suchergebnisse erscheint, hat eine Investition in die Zukunft getan. Immer mehr Menschen nutzen das Internet, ob Kinder oder Rentner.

9 von 10 Menschen
nutzen Google

Sie alle suchen nach einer Lösung für ihr ganz persönliches „Problem“

Die Lösung finden Sie in einem Produkt oder in der Dienstleistung eines Unternehmens.

Was kostet eigentlich Suchmaschinenoptimierung?

Was kostet eigentlich Suchmaschinenoptimierung?

Die Frage, was SEO (Suchmaschinenoptimierung) eigentlich kostet, ist eine der meistgestellten Fragen von Neulingen zum Thema „Optimierung der Google Suchergebnisse“.

Das zeigt schon das sogenannte Google Suggest, also der automatisierte Vorschlag den Google bei der Eingabe der ersten Begriffe ergänzt:

Was-kostet-SEO

Wer sich an dieser Stelle nun die exakte Nennung eines Preises oder aber einer Preisspanne nach dem Motto „Suchmaschinenoptimierung kostet x Euro pro Keyword“ erhofft, den muss ich jetzt schon enttäuschen — so einfach ist das leider nicht.

Stattdessen will ich die Frage einmal nutzen um darzustellen, wie Suchmaschinenoptimierung eigentlich funktioniert, wie seriöse SEO-Agenturen arbeiten und vor allen Dingen einmal klarstellen, warum Suchmaschinenoptimierung auch Geld kostet — und man bei „billig“auch meist wenig Sinnvolles bekommt.

Was ist eigentlich SEO?

Grundsätzlich macht es natürlich Sinn erst einmal festzulegen was überhaupt Suchmaschinenoptimierung im konkreten Fall bedeutet!
Rein von der Definition her heißt es ja „Suchmaschinenoptimierung ist die Gesamtheit von Maßnahmen, die dazu dienen, dass eine Webseite in den Trefferlisten der Internetsuchmaschinen möglichst weit oben erscheint.

Nur was sind denn diese Maßnahmen? Und sind die SEO-Maßnahmen für jede Seite denn gleich?
Diese Frage muss man eindeutig mit NEIN beantworten — und daher ist schon klar, dass ein fester allgemeiner Preis für Suchmaschinenoptimierung schlichtweg nicht sinnvoll ist.

Ich habe bewusst geschrieben „nicht sinnvoll“ und habe nicht die Wortwahl „nicht möglich“ genutzt, denn es gibt ja einige Anbieter, die vermeintliche SEO-Maßnahmen für feste (monatliche) Beträge anbieten.

Der SEO-Vetrag: lange Laufzeit für ein schmales Budget?!

Womit wir schon beim ersten Problem sind: viele Neulinge lassen sich von „SEO-Agenturen“ relativ schnell von günstigen monatlichen Pauschalen für die Suchmaschinenoptimierung überzeugen.
Das ist aus Kundensicht aus vielen Gründen nachvollziehbar, schließlich hat der Neukunde meist ein überschaubares Budget, scheut am Anfang (meist auch zurecht) ein hohes Risiko und sucht häufig jemanden, der ihm die Arbeit konstant abnimmt — da kommen einem neuen Kunden monatliche Pauschalangebote mit Preisen wie 199,- oder 299,- Euro recht sinnvoll vor.

Das Problem ist jedoch: der Neukunde weiß gar nicht was er für seinen monatlichen SEO-Fixbetrag wirklich bekommt denn die Vertragstexte sind i.d.R. möglichst allgemein gehalten. Phrasen wie „analytische Betrachtung“, „Umsetzung von SEO-Maßnahmen“ oder „Linkaufbau“ verheißen manchmal viel — sind aber im Endeffekt häufig doch nicht so wirksam.

Leider weiß man das bei SEO-Maßnahmen in der Regel auch sonst nicht im Vorfeld wie wirksam sie wirklich sind und welche Positionsentwicklung (vor allen Dingen bei welchen Begriffen) zu erwarten sind.

Dennoch ist ein monatlicher „Kleinbetrag“ für neue Kunden meist deutlich attraktiver als z.B. ein vierstelliger Betrag für eine ausgiebige Analyse des Internetauftritts — die dann auch noch weitere Kosten für die Umsetzung der Maßnahmen nach sich zieht.

Das Problem in diesem Zusammenhang habe ich bereits oben im Rahmen der SEO-Definition weiter oben genannt:
SEO-Maßnahmen sind nicht für jede Seite gleich! Und daher sind pauschalisierte Standardmaßnahmen weder sinnvoll noch zielführend.

Es gibt Seiten die haben technische Probleme wie fehlende Canonicals, fehlerhafte H-Vertaggung oder Probleme mit den Indexierungsmaßnahmen. Andere Seiten haben dünnen oder doppelten Inhalt (Thin Content / Duplicate Content) und andere Seiten haben vielleicht massive Probleme mit der Usability. Und dann gibt es natürlich Seiten die all diese Probleme miteinander vereinen.

Da helfen pauschalisierte Maßnahmen definitiv nicht! Und da sind, wenn man denn den Kunden wirklich weiter helfen will, nicht nur völlig unterschiedliche Maßnahmen sonder in dem Zusammenhang auch ein völlig unterschiedlicher zeitlicher Aufwand notwendig — und damit schlichtweg andere Kosten für die SEO-Betreuung nötig. Diese Kosten lassen sich m.M. nach nicht in einer pauschalisierten monatlichen Gebühr abbilden sondern sind zwingend individuell, genau wie die SEO-Strategie, auf das Kundenprojekt auszurichten!

Dazu ist m.M. nach eine ausführliche Erstanalyse Grundvoraussetzung — um erst einmal zu wissen was alles zu optimieren ist, wie die einzelnen Schritte zu priorisieren sind und um überhaupt eine Vorgehensweise und Aufwandsschätzung abgeben zu können.

Wer zu Anfang einer SEO-Betreuung auf eine Analyse der eigenen Seite (aus Kostengründen) verzichtet oder aber so eine Analyse erst gar nicht angeboten bekommt, der wird leider nur schwerlich Erfolg mit der SEO-„Optimierung“ seiner Internetseite haben.

Jetzt wird der ein- oder andere Neukunde wahrscheinlich sagen: „das mag ja schön und gut sein — ich bezahle meine SEO-Agentur aber erfolgsbasiert — da brauche ich weder Analysen noch eine auf mich und meine Bedürfnisse zugeschnittene SEO-Strategie!

SEO-Garantien — gibt es so etwas (noch)?

Eine erfolgsbasierte SEO-Bezahlung ist der Wunsch vieler Kunden und häufig natürlich auch eine der wenigen Erfolgsgrößen, die der Kunde glaubt richtig einschätzen zu können.

In früheren Zeiten war erfolgsbasierte Bezahlung in der Suchmaschinenoptimierung ein nicht ungängiges Modell. In Zeiten, in denen man relativ sicher sagen konnte, dass mit x weiteren externen (gekauften / gesetzten) Links eine gewisse Seite zu einem bestimmten Begriff in den Top Ten von Google ranken würde, gab es durchaus Anbieter, die die Bezahlung für die SEO-Maßnahmen positionsabhängig gestaltet haben.

Das ist heute, in einer Zeit in der externe Links in ihrer Wertigkeit innerhalb des Google Algorithmus immer weiter zurück gehen, dafür aber Faktoren wie Userverhalten und „Return to SERP Rate“ (Anteil der Besucher die wieder zurück in die Google-Suche gehen und dort eine andere Seite anklicken) immer wichtiger werden, schlichtweg nicht möglich — jedenfalls bei „echten“ Suchbegriffen und nicht bei unrelevanten Begriffen oder aber bei wirklichen „Long Tail Keywords“.

Wenn SEO-Agenturen Positionen bei Google Versprechen ist Vorsicht geboten — da warnt auch Google selber eindringlich vor.

Ein weiteres, leider auch häufig unseriöses Garantieversprechen ist der Trafficzuwachs um x-Prozent. Hier wird meist vergessen, dass Quantität auf keinen Fall mit Qualität gleichzusetzen ist!
Mehr Traffic bringt zwangsläufig nicht mehr Verkäufe — „bessere“ weil relevantere und in ihrer Userintention auch deutlich zielgerichtetere Besucher erhöhen hingegen Kaufabschlüsse ungemein!

In so fern gibt es genügend Beispiele in denen nach einer Optimierung deutlich weniger Besucher auf einer Internetseite gelandet sind — aber deutlich mehr Käufe getätigt haben äks die höhere Besucherzahl vor der Optimierung.

Die Gefahr bei Garantieversprechen im Bereich von Trafficzuwachs: meist werden Contentseiten zu Randthemen erstellt die relativ schnell ranken und auch Besucher bringen. Diese Besucher sind aber meist in einer rein informativen Intention unterwegs und sind auch nicht in Käufer zu wandeln. Das heißt der Seitenbetreiber muss die erfolgsgebundene SEO-Optimierung bezahlen obwohl er gar keinen wirklichen Vorteil hat — das ist natürlich ärgerlich.

Was kann ein Seitenbetreiber denn tun — wenn sein Budget überschaubar ist?

  1. Falls Sie das jetzt lesen und ursprünglich gehofft haben, dass Sie hier eine Preisvorgabe für die Kosten von Suchmaschinenoptimierung finden würden, habe ich Sie wahrscheinlich auf der einen Seite enttäuscht — auf der anderen Seite aber vielleicht auch davor gewarnt voreilig Verträge abzuschließen, die Sie ggf. einmal bereuen würden.Was können Sie aber tun — denn mit irgendjemanden wollen Sie ja schon zusammenarbeiten– auch wenn Ihr Budget vielleicht eher überschaubar ist.Ein paar Tipps:
    1. Wählen Sie nicht zwangsläufig die ganz großen Agenturen, denn dort werden Sie mit einem kleinen Budget häufig nicht angenommen.
    2. Nehmen Sie nicht den Neffen eines Schwagers eines Freundes und vertrauen Sie diesem die Optimierung Ihres Internetauftritts an. Wenn Sie professionelle Hilfe wünschen (und benötigen) hilft Ihnen ein „Hobby-SEO“ selten weiter.
    3. Fragen Sie bei wenigstens zwei Agenturen ein Angebot an und vergleichen Sie nicht nur den Preis sondern lassen Sie sich Abläufe und Strategien erklären — und scheuen Sie sich auch nicht nachzufragen, warum die ein- oder andere Vorgehensweise von der Agentur nicht gewählt wird.
    4. Lassen Sie sich Referenzen zeigen — und zwar nicht nur Namen sondern fragen Sie nach was für den Kunden gemacht wurde und welche Erfolge es gab. Seriöse Agenturen liefern i.d.R. auch Ansprechpartner beim Referenzkunden die kontaktiert werden dürfen.
    5. Bietet die Agentur Ihnen Seminare oder Schulungen an? Besteht das Interesse, dass Sie wenigstens ansatzweise die Maßnahmen verstehen und das Sie vielleicht sogar in einzelnen Teilbereichen zuarbeiten? Falls ja: Super! Falls nein: SEO-Agenturen, die sich gegen Wissenstransfer sträuben haben häufig Angst, dass Sie Maßnahmen (berechtigt) hinterfragen und sich vielleicht selber auch ein wenig im SEO-Bereich qualifizieren.
    Wer davor Angst hat, hat meist selber nur ein begrenzter Wissen…
    Nicht falsch verstehen: das soll nicht dazu führen, dass Sie SEO selber machen! Suchmaschinenoptimierung entwickelt sich so schnell, dass das wenig Sinn macht. Außerdem liegen Ihre Stärken sicherlich eher im Produktumfeld Ihres Angebotes und in der Führung Ihres Unternehmens — da sollten Sie sich besser innerhalb Ihrer Kernkompetenz engagieren und der SEO-Agentur die Optimierung Ihres Internetauftritts überlassen! Aber „blindes Vertrauen“ muss auch nicht sein…
    6. Werden Ziele und Strategien klar aufgezeigt, sind die Strategien auf Sie und Ihre Bedürfnisse angepasst und einzelne Erfolgsgrößen definiert — auch zeitliche? Falls nicht: auch ohne erfolgsbasierte Abrechnung sollten Erfolgsgrößen festgelegt sein.
    7. Binden Sie sich nicht von vorne herein langfristig sondern geben Sie sich und der Agentur die  Möglichkeit einander kennen zu lernen und Vertrauen zueinander zu finden — denn Vertrauen ist eine der Grundlagen einer erfolgreichen SEO-Zusammenarbeit! Die SEO-Agentur arbeitet am Herzstück Ihres Unternehmens. Wenn diese Zusammenarbeit nicht auf einer vertrauensvollen Basis stattfindet wird die Zusammenarbeit stets schwierig sein und die gewünschten Erfolge schwer erreichbar sein.
    8. Hat Ihre Agentur eine Versicherung? Wer kommt auf wenn „mal etwas Gravierendes passiert“ und Sie durch einen Fehler der Agentur finanzielle Einbußen haben? Hier sind gerade kleine Freelancer häufig schlecht aufgestellt — da sollten Sie für den Notfall (von dem man zu Beginn eines Vertragsverhältnisses selten ausgeht) abgesichert sein.
    9. Vielleicht fehlt Ihnen der Verweis auf Siegel oder Zertifikate in der Auflistung…
    Die sind bewusst außen vor geblieben — da das ein heikles und schwieriges Thema ist. Die Diskussionen über SEO-Siegel werden sehr konträr geführt. Fakt ist: es gibt kein wirklich anerkanntes SEO-Siegel. Die meisten Siegel sind „käuflich“ und werden nur bedingt geprüft. Die meisten Agenturen verzichten auf diese Siegel, weil die jährliche hohe Nutzungsgebühren nach sich ziehen und zum Teil sogar von anderen SEO-Agenturen herausgegeben werden.
    Google selber bietet keine wirklichen SEO-Siegel an sondern lediglich Zertifizierungen in einzelnen Teilbereichen wie Google Analytics oder Google Adwords. Auch wenn wir diese Zertifizierungen selber besitzen betrachte ich diese nicht als wirklichen Nachweis für Expertentum sondern eher als Grundvoraussetzung und Mindestanforderung um professionell mit diesen Tools zu arbeiten.Wer Dienstleistungen rund um Google Analytics und Google Adwords anbietet aber die Zertifizierungsprogramme nicht durchlaufen hat kommt meiner Meinung nach als Dienstleister in diesen Bereichen nicht in Frage…

Zurück zum Thema:

Was kostet eigentlich Suchmaschinenoptimierung?
Ich hoffe, ich könnte vermitteln warum sich die Frage nach dem Preis für Suchmaschinenoptimierung nie pauschal beantworten lässt sondern das je nach Internetseite und nach Produkt und Zielgruppe eine individuelle Strategie und ein individuelles Angebot erstellt werden müssen.
Daher sind Angebotspauschalen wie „Suchmaschinenoptimierung für nur 199,- Euro im Monat“ nicht nur irreführend sondern im Ansatz eher unseriös.
Lassen Sie sich lieber ein individuelles und vor allen Dingen auch sinnvolles Angebot für die Optimierung Ihrer Internetseite machen — damit fahren Sie ganz bestimmt besser!

Wenn Sie glauben, dass wir Ihnen weiter helfen können, dann erstellen wir Ihnen für die Optimierung Ihres Internetauftritts gerne ein individuelles und unverbindliches Angebot!

Absprungrate und Ausstiege: hilfreich bei der Optimierung des Internetauftritts?!

Absprungrate und Ausstiege: hilfreich bei der Optimierung des Internetauftritts?!

Immer wieder gibt es Diskussionen über die analytische Betrachtung der Absprungrate und der Ausstiege und die Frage, wie welche Werte denn bei der Optimierung der eigenen Internetseite helfen können.

Gerade heute bin ich im Abakus-Forum wieder einmal auf eine solche Diskussion gestoßen bei der die Definitionen schlichtweg falsch dargestellt wurden.

Absprungrate und Ausstiege

Grund also einmal die Definitionen und die Optimierungsansätze bei Absprungrate und Ausstiegen gerade zu rücken…

Die Ausstiege wurden im zitierten Beitrag mit

Ausstiege Definition

Das ist so nicht richtig!

Ich versuche die Ausstiege einmal an einem Beispiel darzustellen

Prinzipiell muss jeder Besucher irgendwo / irgendwann auf der Internetseite aussteigen. Man kann sich das am besten wie eine Fahrt mit der U-Bahn vorstellen:

Man kann stundenlang mit der U-Bahn fahren (= auf der Internetseite bleiben). Man kommt immer wieder einmal an Stationen vorbei an denen man schon war (=auf Unterseiten die man schon besucht hat) und irgendwann steigt man an einer Station (auf einer Seite) aus.
Gründe für den Ausstieg gibt es viele: man hat keine Lust mehr, man hat alle Stationen gesehen, man hat das Ziel erreicht, man muss umsteigen in ein anderes Verkehrsmittel (auf eine andere Internetseite) um das Ziel zu erreichen…

Wenn man nun versucht die Ausstiege (oder die Ausstiegsrate) zu interpretieren und für die Optimierung der Seite zu nutzen so muss man sich fragen (nicht in Analytics schauen an dieser Stelle sondern vorher festlegen), welche Seiten im eigenen Internetauftritt bevorzugte Ausstiegsseiten sind, welche Seiten am besten keinerlei Ausstiege haben sollen.

Ein klassisches Beispiel für auffällige Seiten in Bezug auf die Ausstiege sind Seiten aus dem Verkaufsprozess. Die Kaufbestätigungsseite (Herzlichen Glückwunsch, der Kauf war erfolgreich, Sie haben eine Mail bekommen…) hat erfahrungsgemäß eine sehr hohe Ausstiegsrate.

Besucher gelangen auf diese Seite nur indem Sie dem Kaufprozess folgen, ein direkter Einstieg über Suchmaschinen o.ä. sollte in der Regel nicht erfolgen. Da die Userintention (Kauf des Produktes) erfüllt ist steigen die meisten Besucher an dieser Stelle aus.

Es ist nicht schlimm sondern völlig o.k., dass eine solche Seite eine Ausstiegsrate von z.B. über 80 % hat! Eine Optimierung an dieser Stelle ist kaum sinnvoll und möglich. Sei es durch weiterführende Informationen oder zusätzliche Produkte: ein sinnvoller Anreiz für den Verbleib kann selten geschaffen werden. Der Kunde hat gekauft und verlässt den Laden, das ist so wie im stationären Einzelhandel: wenn der Kunde durch die Kasse gegangen ist und bezahlt hat ist es schwer ihn nochmals zu einem Gang durch den Laden zu locken…

Auf anderen Seiten innerhalb des Internetauftritts kann eine hohe Ausstiegrate aber ein deutliches Zeichen für ein hohes Optimierungspotential und für Probleme auf der Seite sein.

Bestes und anschaulichstes Beispiel sind hierbei Ausstiege innerhalb des Kaufprozesses, z.B. auf dem Weg vom Warenkorb zum Kaufabschluss. Sehr häufig betrifft so etwas Seiten, auf denen die Versandkosten oder aber die Zahlungsmöglichkeiten präsentiert werden. Wenn auf diesen Seiten hohe Ausstiege zu verzeichnen sind lohnt es sich häufig über eine Anpassung der Versandkosten oder aber über andere Zahlungsmodalitäten nachzudenken.

Ausstiege im Warenkorb

Natürlich gibt es auch andere Unterseiten eines Internetauftritts auf denen hohe Ausstiegszahlen (sowohl absolut als auch prozentual) vorliegen können. Ob diese „normal“ sind und ob und wie es ggf. sinnvoll ist die User an dieser Stelle auf dem Internetauftritt halten zu wollen kommt auf den Einzelfall an.

Da aber Ausstiege generell nicht zu verhindern sind ist es häufig so, dass eine Optimierung der Ausstiegsrate einzelner Seiten nicht wirklich erfolgsversprechend ist.

Daher ist eine genaue Analyse zwingend!

 

Erfolgsversprechender hingegen ist häufiger die Optimierung der Absprungrate (Bounce-Rate).

Im angesprochenen Beitrag heißt es dazu:

Absprungrate Definition

Diese Definition ist so nicht richtig!

In der klassischen Analytics Nutzung ist die Absprungrate nicht an irgendwelche Zeitvorgaben gekoppelt. Ein Absprung entsteht dann, wenn ein Websitebesucher nach nur einem Seitenaufruf den internetauftritt wieder verlässt.

Auf Wikipedia wird das mit folgender Grafik dargestellt:

Wikipedia Bounce Rate

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bounce_Rate

Es gibt allerdings die Möglichkeit den Analytics Code abzuwandeln, so dass die Absprungrate mit einer zeitlichen Komponente kombiniert wird. Wie so etwas geht steht z.B. hier

Mir geht es aber vor allen Dingen um die Interpretation der Absprungrate sowie die Intention einiger Webmaster die Absprungrate unbedingt verringern zu wollen.

Absprungrate Problem


Dabei ist das gar nicht immer zwangsläufig erstrebenswert die Absprungrate zu verringern!

Meiner Meinung nach ist die Absprungrate lediglich ein Indiz für den Webmaster die entsprechende Seite genau zu prüfen. (Google hat bislang nirgendwo bestätigt, dass die Absprungrate ein Rankingfaktor ist!)

Das kann man auch anhand vieler Seiten nachvollziehen. Es gibt Seiten zu bestimmten Themen die eine Absprungrate von 100 % haben – aber dennoch bei Google konstant top platziert sind.

Grund ist m.M. nach die sogenannte Return to Serp Rate, die von Google für das Ranking betrachtet wird. Es geht also darum, wie der User sich nach dem Absprung verhält.

Hierbei gibt es drei Szenarien:

  1. Ein weiteres Suchergebnis anklicken

Der User geht zurück zu Google und klickt eines der anderen Ergebnisse auf der Suchergebnisseite an.

Fazit für Google: der User hat bei der konkreten Suchanfrage auf der gewählten Seite nicht das gewünschte Ergebnis gefunden.

Wenn viele User sich so verhalten (Absprung und „weitersuchen“) ein eindeutiges Zeichen an Google das die betreffende Seite bei der entsprechenden Suchanfrage nicht weit vorne angezeigt werden muss.

  1. Die Suche verfeinern

Der User geht zurück zu Google und verfeinert bzw. erweitert die Suchnachfrage.

Wie genau Google das wertet hängt sicherlich von der Form der Sucherweiterung ab gekoppelt mit den semantischen Fähigkeiten von Google.

 

  1. Die Suchanfrage beenden

Der User kehrt nicht in die organische Google Suche zurück oder aber er kehrt zurück und sucht themenfremd weiter.

Fazit für Google: die Suchanfrage des Users wurde erfüllt. Es ist „sinnvoll“ die betreffende Seite bei der konkreten Suchanfrage in den organischen Suchergebnissen prominent zu listen da der User die gewünschten Informationen erhalten hat.

 

Das Problem was alle Webseitenbetreiber eint ist, dass wir nur die Absprungrate sehen könne, das Verhalten auf der Google Suchergebnisseite allerdings leider nicht.

Auch die Intention der User bei ihrem Seitenbesuch können wir häufig nicht genau beurteilen da die exakte Suchphrase selten bekannt ist.

Daher ist die Optimierung im Bereich der Absprungrate schwierig und muss häufig durch Testläufe erfolgen.

Klassische Seiten mit einer hohen Absprungrate sind:

  • Kontaktseiten

Der User sucht nach der Telefonnummer oder der Adresse des Unternehmens. Er kommt auf die Kontaktseite, erhält die Info und springt ab. Die Absprungrate ist meist sehr hoch – aber nicht wirklich verbesserbar.

 

  • Produktdaten

Der User sucht technische Details, Bedienungsanleitungen o.ä. Auf der Zielseite erhält der Besucher die nötigen Informationen. Der Absprung ist meist nicht zu verhindern. Auch die Präsentation von Sonderangeboten oder Zubehörteilen funktioniert meisten nicht. Das liegt daran, dass der User in seiner Intention gerade rein auf Informationsbeschaffung ausgerichtet ist und gar nicht „kaufen will“.

 

  • Informationsseiten

Blogbeiträge, Erfahrungsberichte, Tests o.ä.

Wenn die Informationen hilfreich sind, so ist die Seite gut gerankt und bekommt zielgerichtete Besucher. Hier ist das Optimierungspotential meist sehr hoch wenn man die Userintention erkennt. Dann kann man relevante Beiträge, passende Produkte o.ä. präsentieren.

 

Manchmal hilft bei der Entscheidung ob und wie man Seiten mit hohen Absprungraten optimieren will der gesunde Menschenverstand.

Mit welcher Intention war der User unterwegs? Wie ist die Information meiner Zielseite im Bezug zur Userintention? Wird der User in seiner Intention „befriedigt“. Helfen ihm meine weiterführenden Angebote und Infos überhaupt?

Was / womit kann ich den User (in seiner Intention) auf der Seite halten?

Oder aber die Erkenntnis: der User bekommt von mir „was er braucht“. Er will einfach nicht bleiben – der Absprung ist o.k. weil ich sicher bin das der User bei Google nicht weitersuchen wird.

 

Ich hoffe, dass die Problematik „Ausstiege vs. Absprünge“ etwas klarer geworden ist…

 

DieWebAG: Kaltaquise, Abzocke oder nur ein Irrtum?

DieWebAG: Kaltaquise, Abzocke oder nur ein Irrtum?

Update 06.09.2016: Die DieWebAG hat in Person von Herrn Wirtz in den Kommentaren auf den Blogeintrag geantwortet. Ich bin auf seinen Kommentar eingegangen und habe erklärt, warum ich diesen Beitrag nicht löschen werden. Hier geht es zum Update.

Normalerweise ziemt es sich ja nicht über Wettbewerber und deren für meine Begriffe zumindest zweifelhafte Methoden zu bloggen, aber heute ist mir ein so dreister Fall über den Weg gelaufen, dass ich nicht umhinkomme, dieses Vorgehen der „DieWebAG“ einmal zu kommentieren.

Es geht hier explizit nicht darum, die Arbeit der „DieWebAG“ als SEO Agentur zu bewerten, sondern um deren Vorgehen bei der Kundenakquise. Wer Probleme mit einer der Dienstleistungen der „DieWebAG“ hat, der kann sich hier an einen Anwalt mit Erfahrungen im Rechtsstreit mit der „DieWebAG“ wenden.

Zum Fall: Kaltakquise durch „DieWebAG“

Im Rahmen einer Kaltakquise (ob so etwas seriös ist oder nicht, muss jeder für sich selber bewerten) ist einer unserer Kunden heute Morgen angeschrieben worden. Das ist an sich nicht wirklich schlimm – so etwas passiert ja schließlich jeden Tag.

Allerdings entsteht hier meines Erachtens durch das Schreiben und durch die unvollständige Darstellung der Ist-Situation der Kundenwebseite der Eindruck, dass dem Kunden suggeriert werden soll, dass die ihn betreuende SEO-Agentur unseriös arbeite oder aber ihn nicht richtig betreut.

Dass der Kunde durch uns als SEO-Agentur betreut wird, ist den Kollegen der „DieWebAG“, sicher bewusst, denn das persönliche Anschreiben an den Kunden setzt einen Blick ins Impressum voraus – in dem wir entsprechend genannt sind.

Hier die Kontaktaufnahme mit unserem Kunden:

Na ja,
die Grafik gibt auf jeden Fall nicht das wieder, was im Fließtext suggeriert wird:
Am 05.05.2014 werden in der Grafik gut 40 Keywords angezeigt – am 09.02.2015 ca. 60.

Das ist bei mir ein Plus von 20 und nicht der suggerierte Wert von -148.

Ein Grund dafür ist eigentlich nicht ersichtlich, kann aber wohl vermutet werden.

Da ich aber immer wohlwollend bin, gehe ich einfach von einem Irrtum aus oder vielleicht davon, dass die Funktionsweise des benutzten Tools den „Vertriebsmitarbeitern“ vielleicht nicht ganz bekannt ist.

Daher hier die richtigen Daten:
05.05.2014 – 09.02.2015
Verschlechterte Rankings:    11
Verlorene Keywords:            11
Summe:                               22

Die Verschlechterung und der Verlust von Keywords sind zusammen 22 und nicht 148.

Aber nichtsdestotrotz ein Rückgang. Hier wollte „DieWebAG“ meiner Ansicht nach anscheinend dem Kunden suggerieren: mit der Seite geht es bergab.

Aber da ja jede Medaille bekanntlich 2 Seiten hat, macht es natürlich vorher Sinn die Verbesserungen einmal gegen die aufgezeigten Verluste zu stellen.

Das wird von den Vertrieblern der „DieWebAG“ leider nicht erwähnt – aber wir wollen das gerne nachholen:
Verbesserte Rankings:        86
Neue Keywords:                 100 (mehr zeigt Sistrix in der Liste nicht an)
Summe:                             186

Die verbesserten Rankings sind auf jeden Fall deutlich mehr als die verschlechterten Rankings.

Wenn hier nun also nun auf der Grundlage unzureichender Information im Wege der Kaltakquise auf angebliche Missstände aufmerksam gemacht werden soll und dann eigene Dienste angeboten werden, ist das in meinen Augen zumindest bemerkenswert.

Für diejenigen, die sich nun berechtigte Frage stellen „Was waren das denn für Begriffe die weggefallen sind und was waren das für Begriffe die dazugekommen sind – wie ist die Wertigkeit der Begriffe denn?“ gibt es hier das Bild vom Sichtbarkeitsindex – der Wert, der Zugänge und Abgänge bei den Keywords sicherlich am besten darstellt:

Die Entwicklung der Seite im von der „DieWebAG“ aufgezeigten Zeitraum von Mai 2014 bis heute ist mehr als ordentlich. Die Aussage der „DieWebAG“, dass sich in diesem Zeitraum „148 Keywords aus den Rankings bei Google in den Positionierungen verschlechtert“ haben ist schlichtweg falsch.

Eigentlich sollte man aufgrund der Erfahrungen, die die „DieWebAG“ laut eigener Aussage vorzuweisen hat, davon ausgehen, dass so eine unvollständige Wiedergabe von Fakten nicht erfolgen dürfte.

Der Nachsatz „Gab es hierfür einen besonderen Grund oder war Ihnen dies bis zur heutigen E-Mail gar nicht offensichtlich bewusst?“ hinterlässt aber bei mir auf jeden Fall einen etwas faden Beigeschmack.

Dass dann im weiteren Textverlauf die eigene SEO-Dienstleistung angeboten wird, rundet das entstandene Bild ab:

Ich bin ehrlich: ich war sehr versucht dort anzurufen und mir Potenzial und transparente Angebote einmal anzuhören…

Da ich aber nicht geneigt bin, bei anderen Agenturen kostenlose Infos zu erhaschen oder aber von deren SEO-Arbeit zu profitieren, habe ich auf die Rückfrage verzichtet.

Warum ich das schreibe: weil ich mich ernsthaft geärgert habe über das Vorgehen der „DieWebAG“ und weil ich ein solches Vorgehen für grob irreführend halte.

Rein rechtlich sind die Kaltakquise sowie die Unvollständigkeit bei der Information über die Seitenanalyse und die dadurch meiner Auffassung nach entstehende unrichtige Einschätzung der Situation durch den Leser möglicherweise nicht angreifbar.

Da die Agentur als Mitglied im BvdW die Selbstverpflichtung mit Regelungen für Suchmaschinenoptimierung nicht unterschrieben hat, kann man auch da sicherlich nicht von einem Vergehen gegen die Regeln des BvdW sprechen.

Moralisch hingegen ist nach meiner Überzeugung solch ein Vorgehen sicherlich fragwürdig.

Zum Abschluss:
Wir haben einen guten Draht zu unseren Kunden und diese sind mit unserer Arbeit i.d.R. äußerst zufrieden. Das äußerte sich heute Morgen auch dadurch, dass mir das Schreiben der „DieWebAG“ von meinem Kunden mit den Worten „Ich weiß nicht was die wollen, ist aber auch egal die Seite läuft super aber vielleicht interessiert Dich das ja“ weitergeleitet wurde…

Alleine die organischen Zugriffe auf die Seite haben sich übrigens im o.a. Zeitraum im Vergleich zum Vorzeitraum mehr als verdoppelt…

Update
auf den Kommentar von G.Wirtz von der DieWebAG vom 02.09.2016

Hallo Herr Wirtz,

ich kann nachvollziehen, dass Ihnen der Beitrag über DieWebAG nicht gefällt – und ich will auch ehrlich sein: auch ich habe zwischendurch schon einmal darüber nachgedacht, den Beitrag „DieWebAG: Kaltaquise, Abzocke oder nur ein Irrtum?“  eventuell zu löschen.

Dies allerdings nicht, weil ich mittlerweile inhaltliche Bedenken hatte!

Die Überlegung entstand trotz der Tatsache, dass Sie sich nicht entschuldigt haben und mich stattdessen bedroht haben – und bei der Bedrohung ging es nicht, wie von Ihnen suggeriert, um eine Nutzung Ihnen möglicherweise zustehender Rechtsmittel… — aber lassen wir das.

Unglücklicherweise hat die DieWebAG  genau zu jenem Zeitpunkt, zu dem ich überlegte den Artikel zu löschen,  einen weiteren Kunden von mir angeschrieben.

Auch in diesem Schreiben ist es wieder dazu gekommen, dass die von der DieWebAG gemachten Aussagen so irreführend waren, dass die Frage, ob das bewusste Irreführung oder Abzocke oder nur wieder ein bedauerlicher Irrtum war, für mich unbeantwortet blieb.

Genau daher habe ich mich zur Beibehaltung des Artikels entschieden.

Damit Sie wissen, wovon ich rede ist es sicherlich hilfreich und zulässig, wenn ich an der Stelle ein wenig aus dem neuerlichen Schreiben an einen meiner Kunden zitiere und mir erlaube, dieses auch zu kommentieren.

Das Schreiben begann so:

Sehr geehrter [Kundenname],
wie Sie wissen haben wir im Rahmen unserer Vorbereitungen auf die diesjährige [Messename], eine Konkurrenzanalyse in der [Branche] durchgeführt.
Diese, auf Ihr Unternehmen bezogene Analyse, würden wir gerne in einem persönlichen Termin / Telefonat besprechen und unsere Vorschläge für die Strategie einer Optimierung Ihres Internetauftritts unverbindlich darlegen.
Wir, DieWebAG©, sind eine Agentur für Suchmaschinenoptimierung mit Hauptsitz in Köln. Als langjähriger Google Partner blicken wir mit Stolz auf über 3000 erfolgreiche SEO-Projekte in allen Teilen der D-A-CH Region zurück. Natürlich sind wir stets auf der Suche nach weiteren spannenden und erfolgsversprechenden Kundenprojekten und sind dabei auch auf Ihre Seite gestoßen.

Der Verweis auf Ihre Google Partnerschaft in Kombination mit der Durchführung erfolgreicher SEO-Projekte ist leider etwas unglücklich. Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung gibt es schlichtweg kein Google Siegel und keine Google Partnerschaft.

Ich will der DieWebAG nicht unterstellen, dass Sie bewusst forciert, dass der Eindruck entsteht, Sie sei ein Geschäftspartner von Google oder anderweitig mit Google verbunden.

Ich stelle lediglich fest, dass sich die Google Partnerschaft der DieWebAG auf Google Adwords bezieht und das so für den Kunden missverständlich sein kann. Sowohl Google selber als auch der Bundesverband der digitalen Wirtschaft legen großen Wert darauf, dass es in diesem Bereich zu keiner missverständlichen Nutzung der Google Partnerbezeichnung kommt.

Weiter im Text:

Eine erste Vorab-Analyse hat ergeben, dass die Sichtbarkeit Ihrer Website bei Google noch deutliches Optimierungspotenzial aufweist. Die Entwicklung scheint, im Vergleich zu der Konkurrenz, aus unserer Sicht nicht optimal verlaufen zu sein:

Bild: Sichtbarkeitsverlauf Ihrer Website in den vergangenen Monaten im Konkurrenzvergleich

Irgendwie scheint es bei der DieWebAG mit der Interpretation und Nutzung der Sistrix Sichtbarkeit zu hapern…

Durch den unglücklichen Vergleich einer neuen Internetseite (neuer Shop, ca. 15.000 Produkte)  mit dem Internetauftritt von hitmeister.de (einem seit Jahren am Markt aktiven Internetkaufhaus mit 13,4 Millionen Produkten und somit KEINEM Konkurrenten und Wettbewerber und daher einem überaus unglücklichen Vergleichsbeispiel) wird dem Kunden m.E. suggeriert, dass es bei seiner Seite keinerlei Entwicklung gibt.

Der vermittelte Eindruck: Die blaue Linie stagniert bei „0“.

Das hat mich wieder zu der Ausgangsfrage gebracht, ob hinter der Form der Vergleichsdarstellung ein System, Abzocke oder wieder ein Irrtum liegt, denn die tatsächliche Sichtbarkeitskurve des Kunden sieht so aus (selber Zeitraum):

 

Die Aussage „Die Entwicklung scheint, im Vergleich zu der Konkurrenz, aus unserer Sicht nicht optimal verlaufen zu sein“ erschließt sich für mich so nicht. Wie sollte denn eine Entwicklung einer neuen Seite sonst aussehen?
Ich persönlich finde diese Entwicklung für eine neue Seite recht normal – und die Himmelsrichtung stimmt auch…

Sie werden sicher verstehen, dass ich etwas irritiert war über die unglücklich gewählte Vergleichsgrafik – gerade unter dem Aspekt, dass Sie mir im Zusammenhang mit dem anderen Fall von einem einmaligen Irrtum berichtet haben.

Dennoch habe ich der DieWebAG zugestanden, dass trotz der gemachten negativen Erfahrung hier wiederum nur ein Irrtum und keine Abzocke vorliegt, vor allen Dingen da die DieWebAG das nette Bild Ihrer angeblich zuständigen Online-Marketing-Beraterin Frau Bettina Müller gleich mitgesendet hat.

Die junge Dame kommt so nett und so höflich rüber, dass es schwerfällt, zu glauben da sei so etwas wie Absicht im Spiel gewesen….

Freundliche Grüße aus Köln
Bettina Müller

Online Marketing Beraterin

Aus reinem Brancheninteresse habe ich mir erlaubt einmal nach der Online Marketing Beraterin der DieWebAG zu googeln – und um Ihr gegebenenfalls zu antworten, dass ihre Analyse der Ist-Situation sehr missverständlich gewählt worden sei und bei Kunden Irritationen auslösen kann die wahrscheinlich so nicht gewollt sind.

Unglücklicherweise musste ich feststellen, dass es Frau Müller, jedenfalls mit dem verwendeten Foto, so nicht gibt…
Das Foto kommt aus einer Fotodatenbank (https://de.dreamstime.com/stockfoto-europische-frau-image45365539)

und wird u.a. auch auf Tattoo – Entfernungs-Ratgebern verwendet:

Sie werden sicherlich verstehen, dass die Verwendung eines gekauften Bildes mit der Suggerierung es handele sich um eine Originalaufnahme der Mitarbeiterin weitere Irritationen bei mir ausgelöst haben.

In der Summe der unglücklich zusammenkommenden Komponenten konnten Sie mich leider nicht davon überzeugen, den Artikel „DieWebAG: Kaltaquise, Abzocke oder nur ein Irrtum?“ zu löschen.

DieWebAG: Kaltaquise, Abzocke oder nur ein Irrtum?

SEO Blogparade

Julian Dziki hat auf seinem Blog auf Seokratie.de zu einer SEO-Blogparade aufgerufen, und da ich schon länger nicht mehr etwas gepostet habe ist das ein willkommener Grund einen neuen Beitrag zu erstellen.

Hier also meine Antwort auf die 9 Fragen der SEO-Blogparade:

Wie bist Du zu SEO gekommen?

Ich habe für mein Reiseveranstaltungsunternehmen in den Jahren bis 2004 sehr viel Geld für Adwords-Werbung ausgegeben bzw. ausgeben müssen. Da war es natürlich naheliegend zu schauen, wie wir organisch besser gerankt werden können.

Das Abakus–Forum hat schon damals ziemlich viele tolle Tipps gegeben, so dass wir unser Adwords Konto schnell einstampfen konnten.

Da SEO damals relativ schnell ziemlich gut funktioniert hat, hat mir das natürlich auch richtig Spaß gemacht. Und da Spaß bei der Arbeit wichtig ist, bin ich dann bei SEO hängen geblieben 😉

Welches war Dein erstes Webprojekt?

www.pfiff-reisen.de war meine erste Seite und erste große Spielwiese.

Was hat sich für Dich seit dem Beginn von SEO geändert?

Als ich angefangen habe waren „Keyword-Stuffing“, „Hidden Text“ und andere Black oder Grey Hat Maßnahmen ganz gängig und haben super funktioniert. Dazu natürlich exzessive Linktauschabkommen auf Basis von Pagerank, für den man damals am liebsten amerikanische Links kaufte.

Es gab mehrmals im Jahr den Google Dance – da musste ich im Sommer „ordentlich Gas geben“, damit meine Skiurlaubseite dann zum Winterbeginn im Google Dance vorne lag. Wenn die Seite dann im Frühjahr wieder abrauschte war das egal, denn die Umsätze waren gemacht. Im nächsten Sommer ging dann der massive Linktausch, Linkkauf wieder von Neuem los.
Nachhaltigkeit oder Usability waren da kein Thema.

Heute ist SEO eher Onlinemarketing und damit ein wichtiger Bestandteil des Marketingkonzepts eines Unternehmens. SEO ist nicht mehr eigenständig zu sehen sondern als ein wichtiger Bestandteil des gesamten Unternehmensmarketings.

Und persönlich natürlich die Entwicklung vom „Inhouse-SEO“ zum „Agenturchef“. Früher habe ich selber Texte geschrieben und Links aufgebaut – heute steht eher Kundenkommunikation und Mitarbeiterschulung und Mitarbeiterführung auf der Agenda.

Wie erklärst Du Unbeteiligten, die sich nicht im Internet auskennen, was Du genau machst?

Ich bringe Seiten bei Google nach vorne!

Welche Tools nutzt Du hauptsächlich?

Das wichtigste Tool ist der eigene Verstand! Es ist wichtig sich nicht blind auf Kurven oder Auswertungen der diversen Tools zu verlassen. Nur weil eine Seite zum Zeitpunkt eines Google Updates Rankingverluste zu verzeichnen hat, müssen diese nicht zwangsläufig auf das Update zurückzuführen sein.

Wie heißt es so schön: „Man kann auch Masern und Windpocken haben“.

Dann natürlich die Google Webmastertools und Google Analytics.

Und dann nutze ich sinnvolle und nützliche SEO-Tools wie Sistrix, Onpage.org, seodiver, ahrefs.com, webmeup.com…
Wie sieht Deine Arbeitswoche aus? Wie viel arbeitest Du?

Ich arbeite eigentlich jeden Tag, wobei Montag –Freitag immer lange Tage sind (> 10 h), ich Samstag und Sonntag aber meist nur halbe Tage im Büro bin.

Ich genieße seit gut einem Jahr den Luxus, dass es von zuhause bis ins Büro gerade einmal 5 Minuten sind. Das hat zur Folge, dass zuhause auch SEO technisch gar nichts mehr passiert – das Homeoffice ist leer geräumt und es wird keine Arbeit mit nach Hause genommen.

Was gefällt Dir an SEO am meisten?

Der „ewige Kampf“ mit Google. Es wird nie langweilig und es ändert sich stetig etwas.

Was magst Du nicht an SEO?

Linkabbauanfragen sowie die SEO Spammer, die in der Kaltakquise Kunden das Blaue vom Himmel lügen.

Wie sieht SEO in fünf Jahren aus?

Wenn ich das mal wüsste 😉

Die Entwicklung geht immer weiter, meist schneller und rasanter und fünf Jahre sind im SEO-Zyklus gleich mehrere Ewigkeiten.

Ich denke Google wird immer besser werden in der Erkennung von Spam aber auch im Verfolgen der Usersignale – das wird für viele Affiliate Seiten eng werden.

Dennoch glaube ich das SEO oder besser Onlinemarketing noch viel wichtiger werden wird als heute. Wahrscheinlich werden User in 5 Jahren viel mehr über Smartphones und andere neuartige Geräte kommunizieren, kaufen etc. – da gibt es dann weiterhin viel zu tun.

Es bleibt bestimmt spannend!
Und hier die Antworten der anderen Teilnehmer der Blogparade: