12. Münster Online Marketing Meetup: SEO-Relaunch

12. Münster Online Marketing Meetup: SEO-Relaunch

​Am 18.07.2019 war Jens Fauldrath als Speaker des 12. Online-Marketing Meetups in Münster am Start. Jens ist Vorsitzender der Fokusgruppe “Search” des BVDW, Agenturinhaber der get traction GmbH und nicht zuletzt eine der bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Online-Marketing-Szene.

Sein Vortrag zum Thema “SEO-Relaunch: Chancen, Risiken und Checklisten” hat seit seiner Ankündigung für große Resonanz gesorgt. Kein Wunder also, dass der Konferenzraum der Online-Profession GmbH beim Meetup fast aus allen Nähten platzte.

Was sollte bei einem Relaunch beachtet werden?

Jens erklärte, dass es bei einem Relaunch darauf ankommt, ob das aktuell verwendete System (z.B. CMS-, Shop-Systeme) SEO-fähig, zukunftsorientiert und skalierbar ist. Über welche Erlaubnisse und Kompetenzen verfügt eigentlich der SEO? Was darf er tun, ohne zuvor z.B. Freigaben einfordern zu müssen? Schritt für Schritt und Frage nach Frage lässt sich ein guter Relaunch realisieren. Welche Tipps und Tricks Jens noch so für uns parat hatte, haben wir für euch einmal zusammengefasst.

Ein Relaunch ist vergleichbar mit einem Redesign – nur deutlich aufwendiger und mehrschichtiger!

Jens Fauldrath

get traction GmbH

→ URLs: Änderungen möglichst vermeiden
Seit Jens in der Branche arbeitet, hat er es noch nicht erlebt, dass Google so lange braucht um eine Weiterleitung zu akzeptieren und den Index zu aktualisieren. Hier also: Vorsicht!

→ Ordnung: Vor dem dem Relaunch aufräumen
Seiten, die nicht besucht werden, müssen vor dem Start des Relaunches identifiziert und gelöscht werden, ganz im Sinne des „410 Gone“-Http-Statuscodes.

→ Statistik: Google-Algorithmen arbeiten statistisch
Google scheitert an Semantik, nicht aber an Statistik. Der Bereich der Semantik ist mit einem extrem großen Aufwand verbunden, was für Google nicht funktioniert – vor allem, wenn Ergebnisse schnell geliefert werden sollen.

→ Navigation: Explizite Beschreibungen nutzen
Wichtig ist, dass die Bezeichnungen in den Navigationsbuttons sinnvoll gesetzt sind. Der Besucher muss anhand dieser direkt wissen, welche Menüpunkte zu welchen Themenseiten führen.

Ein schlechtes Beispiel:
Shakes → Lowcarb
Riegel → Lowcarb

Ein verbessertes Beispiel:
Lowcarb → Shakes
Lowcarb → Riegel

Ein Kompromiss-Beispiel:
Lowacarb Shakes
Lowcarb Riegel

→ Linktiefe: Berechnung und Visualisierung
Für die Linktiefe gibt Jens den Tipp, dass eine Analyse mit den Daten des Screamingfrogs und der Programmiersprache R+ ganz wunderbar funktioniert. Heißt also ab jetzt: Es wird R+ gelernt!

→ Blogs: Interne Verlinkungen analysieren
Interne Verlinkungen sollten mit dem Linkgraphen ausgewertet werden. Hier muss auf das Modul „Neueste Beiträge“ geachtet werden, da dieses sonst dem Ganzen in die Quere kommen könnte. Stärker bietet sich das „Meist gelesen“-Modul an, da es kontextuell besser eingesetzt werden kann – vor allem im Hinblick auf die meistgelesenen Beiträge einer Kategorie.

→ Struktur: Kontextueller Aufbau der Navigation
Die Navigation sollte kontextuell aufgebaut werden, im Idealfall mit einer Gleichverteilung. Besonders wichtige Themen können spezifischer aufgeteilt werden, um eine bessere Verteilung zu erreichen.

Tipp!

Begrenze die Paginierung auf drei Seiten. Sollte der Benutzer dann tatsächlich auf Seite 4 klicken, biete eine Seite mit dem folgenden Hinweis an: „Du hast jetzt 30 Ergebnisse durchgeguckt und nichts gefunden. Verfeinere deine Suchanfrage für bessere Ergebnisse!“

→ Schema.org: Auszeichnungen nutzen und testen
Auch wenn Google einige Auszeichnungen wie schema.org (noch) nicht nutzt, sollte man diese trotzdem integrieren. Und im Anschluss wie immer: Nicht das Testen vergessen, ob auch alles richtig läuft!

→ Bestands-URL: Leistungsdaten erheben
Beim Relaunch muss auf die Serverlast geachtet werden. Wenn Google startet und der Server dabei direkt in die Knie geht, wird Google das Crawling massiv drosseln. Dieser vermeidbare Zustand würde sehr lange anhalten.

Die Relaunch-Checkliste

Vor dem Relaunch:

  • Website aufräumen
  • Weiterleitungslisten definieren
  • Crawling des Testsystems
  • Abbild des Altsystems sichern
  • GSC-Verifizierungen vornehmen

Während des Relaunches:

  • Robots.txt prüfen
  • wichtige Hubs per GSC an Google senden
  • Prüfen: Indexierungsregeln, internationale Ausrichtung, Weiterleitungen
  • ausreichend Serverkapazität geben
  • XML-Sitemap erfassen
  • Lastmod-Attribut in der XML-Sitemap nutzen

Nach dem Relaunch:

  • Fehlermeldungen der GSC auswerten und beheben
  • Indexierung in GSC prüfen
  • Crawlingverhalten via Logfile-Analyse prüfen
  • Rankings überwachen
  • Nutzerverhalten mit Zielen abgleichen
Ein Relaunch ist also kein Kinderspiel, aber auch kein Hexenwerk – das hat uns Jens in lockerer Atmosphäre gezeigt. Wir sagen danke für einen informativen Vortrag! Jetzt steht einem erfolgreichen Relaunch nichts mehr im Weg – oder?

Sie stehen kurz vor einem Relaunch und haben Angst, Ihre Rankings und Besucher zu verlieren? Wir helfen weiter!

11. Münster Online Marketing Meetup: Karl Kratz, Content oder SEO

11. Münster Online Marketing Meetup: Karl Kratz, Content oder SEO

Karl Kratz war am 26. 06. 2019 in Münster. Vor dem 11. Online Marketing Meetup hatten die Interessenten die Wahl:

Content oder SEO? 

Das Thema des Abends wurde Content, aber es war knapp: Der Vorsprung betrug 3 von 63 Stimmen.

Karl Kratz nahm es sportlich. Den Verlauf des Meetups entwickelte er dann einfach spontan und interaktiv mit den Teilnehmern. Die mehr als 63 Teilnehmer des kostenlosen Online Marketing Meetups Münster im Juni waren begeistert. Und das unabhängig von ihrem Abstimmungsverhalten.

Die konkreten Fragen aus dem Publikum, mit denen es durch den Abend ging, fasste Karl so zusammen:

  • Wohin den Kack-Content klatschen?
  • Wie geht digitale Verführung bei Balkonkraftwerken?
  • Was tut man bei Duplicate Content in Reisebeschreibungen?

Karl Kratz in Münster verpasst?

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Was hatte Karl Kratz denn so zu erzählen?

 Wie immer bei Karl ging es nicht nur darum, was er zu erzählen hatte. Es gab auch etwas zu erleben. Unter Anderem den Umstand, dass die Abstimmung zum Thema des Meetups letztlich auch nur eine Illusion von Auswahl und Kontrolle war.

Der Vortrag hätte auch bei einem anderen Ausgang der Abstimmung nicht wesentlich anders stattgefunden. Aber die Interaktion wirkte: Kurzfristige Absagen gab es bei diesem Online Marketing Meetup Münster direkt weniger.

Auch der eigentliche Vortrag war zwar interaktiv, deswegen aber noch lange nicht individuell. Karl brachte eine Kombination aus bewährten Vortragselementen und Ansätzen zum Einsatz, die Individuell auf Margarineberater und Balkonkraftwerke zugeschnitten wirkten, ohne es im Kern zu sein. Allein der Vortrag war also schon eine echte Lehrstunde:

Man kann individuell ansprechende Inhalte erstellen, ohne individuelle Inhalte für jeden einzelnen Besucher zu erstellen.

 

Wo ist nun der richtige Ort für Content?

Karl Kratz rät dazu keinen Kack-Content zu produzieren, sondern guten Content. Mit dem richtigen Content ist die Platzierung eine der kleinsten Stellschrauben für den Erfolg.

Sein Vorgehen:

  1. Mache dir dein Spielfeld klar. Welche Aspekte hat dein Produkt, in welchen Bereichen tritt dein Content gegen welche Mitbewerber an?
  2. Mache dir deine Keywords klar. Welche Keyword-Cluster kannst du aus den Aspekten des Spielfelds extrahieren?
  3. Schreibe dazu passenden Content. Welche relevanten Inhalte kannst du für die Keyword-Cluster und die dahinter stehenden Suchintentionen erstellen?
  4. Achte vor dem Schreiben auf Mehrwert, Ganzheitlichkeit und einzigartige Schwerpunkte.
  5. Intensiviere deinen Content-Vorrat nach der Erstellung kontinuierlich anhand der Nutzersignale. 

Und weil es ein guter Online Marketing Meetup war, trug er diese Punkte nicht einfach nur vor. Von Anfang an gab es Zwischenfragen und so viel Interaktion, wie der in jede Ecke besetzte Konferenzraum von Online-Profession zuließ.

Eine sehr gute Frage brachte Karl dann direkt zu einer seiner Kernaussagen: Traffic, der über SEO erspielt wird, muss idealerweise in Kanäle, die man kontrolliert überführt werden.

 

Balkonfabriken berühren

Und natürlich wurde auch digital berührt und verführt: Am Beispiel der Balkonkraftwerke eines Teilnehmers ging es in die Vollen.

Karl Kratz ist Karl Kratz, also wurden direkt vor Ort Webseiten umgeschrieben und Formulierungen gedreht. Zwischen Funktion und Bauteilen verstärkte er, was schon da war und stellte aus Nutzersicht anderes infrage. Am Ende stand die Aussage “So rettest du die Welt.” Und alle Teilnehmer hatten einen Weg vor Augen, wie sie selbst bei ihren Themen vorankommen.

Das ganze Thema rund um den Margarine-Berater wird wohl noch lange ein Insider beim Meetup in Münster bleiben. Zumindest machte es Karl Kratz beinahe sprachlos. Aber wirklich nur beinahe.

 

War dann noch Zeit für Duplicate Content?

Nein, aber nach der Diskussion mit einigen guten Fragen, gab Karl im persönlichen Gespräch noch einigen Teilnehmern Einblicke, die sich sicher auch um dieses Thema drehten.

Die restlichen Gäste konnten den sommerlich heißen Abend dann noch in den weiteren Räumen von Online-Profession ausklingen lassen. Snacks, Getränke und Networking waren in den klimatisierten Räumen mit Blick auf das Gasometer ein schöner Ausklang des Tages.

Danke an alle Teilnehmer für diesen vollen und interaktiven Abend. Ihr und Karl Kratz haben diesen Münster Meetup zu einem echten Highlight gemacht. So kann es beim nächsten Meetup in Münster direkt weitergehen. Unser Vortrags-Gast ist auf jeden Fall wieder ein erfahrener Konferenz-Speaker.

Neugierig?

 

Karl Kratz? Wer ist das denn?

Karl Kratz ist eine Marke. Wo über Online Marketing, Content und SEO referiert wird, ist sein Name nicht weit. Und vielleicht steht er sogar direkt zur Keynote auf der Bühne.

Karl ist seit 1996 im Online Marketing aktiv und sicherlich einer der bekanntesten Köpfe der Branche.

Der Autor bekannter Online Marketing Publikationen („Haifischbecken Internet Marketing“, „Landingpage SEO“ u. v. m.) hat sich schon frühzeitig auf die Entwicklung wirksamer Online Marketing Taktiken spezialisiert.

Der anerkannte Speaker und Referent entwickelt für seine Kunden fortlaufend neue Strategien, um Produkte und Dienstleistungen noch erfolgreicher online zu vermarkten.

Und im Juni kommt er spontan zu uns nach Münster zum Online Marketing Meetup. Schon angemeldet?

Münster Online Marketing Meetup? Was ist das für ein Termin?

Beim Münster Online Marketing Meetup treffen wir uns jeden dritten Donnerstag im Monat in lockerer Atmosphäre.  Neben Austausch auf Augenhöhe gibt es Vorträgen und Einzelgespräche, in denen wir möglichst viele Facetten des Online-Marketings beleuchten.

Im Zentrum steht immer ein “Hauptthema” zu dem es einen ca. 45 minütigen Vortrag gibt. In diesem Fall wird Karl Kratz also entweder über SEO oder über Content sprechen. Dann gibt es eine Diskussion und genügend Zeit für Networking & Kennenlernen.

Im kleinen Kreis von ca. 60 Teilnehmern kommst Du so Experten und Praktikern im Online Marketing so nah wie selten sonst.

Location sind die Agenturräume der Online-Profession GmbH in Münster im Gewerbegebiet Loddenheide, direkt gegenüber von Beresa am Albersloher Weg.

Für Getränke ist gesorgt.

Ich sehe gar keinen Preis. Ihr lasst uns doch nicht wirklich solche Konferenz-Größen für lau hören? 

Unser Online Marketing Meetup ist tatsächlich kostenlos. Und unbezahlbar.

Wir wollen die Online Marketing Szene in und um Münster stärken und vernetzen. Du zahlst nichts, aber wir wollen, dass du auch kommst. Dass du Fragen stellst, dich einbringst und dich mit Leuten unterhältst.

Bei Karls Vortrag hat es sehr gut geklappt: Hilf mit, damit aus unseren Meetups interaktive und interessante Abenden werden, und wir sind glücklich.

Mach mit!

Jeden Monat Online Marketing Experten in Münster.

 

10. Münster Online Marketing Meetup: Keywordrecherche

10. Münster Online Marketing Meetup: Keywordrecherche

Am 16. Mai 2019 kam die Online-Marketing Branche aus Münster bereits zum 10. Mal zusammen, um beim Meetup mit Johan von Hülsen von der Wingmen Online Marketing GmbH aus Hamburg Tipps und Tricks zur Keywordrecherche zu erfahren.

Dass eine Keywordrecherche nur auf den ersten Blick leicht gemacht ist, dürfte jedem schon einmal klar geworden sein. Will man es zwar besonders gründlich und effizient machen, so verzettelt man sich doch schnell in der falsch eingeschätzten Aufwendigkeit dieser Aufgabe. Mögliche Stolperfallen kennt auch Speaker Johan von Hülsen. Umso gespannter war das Publikum: Welche Geheimnisse und Tricks rund um die Keywordrecherche wird von Johan lüften?

Schluss mit unklaren Strategien und hinderlichem Zeitdruck

Im Laufe seiner Karriere war Johan es irgendwann leid: Saubere Daten sollten doch die Basis einer jeden Strategie sein. Wie aber soll das schnell und zackig vonstatten gehen, wenn vernünftige Themenrecherchen doch Zeit und Energie brauchen! In seinem Vortrag hat er sich deshalb zum Ziel gesetzt, gemeinsam Fehler zu erkunden, um sie beim nächsten Mal zu verhindern. Online Marketing-Strategien sollten schließlich auf den richtigen Grundlagen basieren und ein voller Erfolg werden.

Im Kern: Keywordrecherche ist der Prozess, in dem SEOs ihren Nutzer verstehen lernen.

Johan von Hülsen

Wingmen Online Marketing GmbH

5 Schritte, 1.000 Tools, unendlich viele Fehlerquellen

Anschaulich erklärte er den Prozess der Keywordrecherche mit Hilfe des Beispiels „Tatort Münster“: Hier lassen sich unglaubliche 562 unique keywords finden! Umso wichtiger für die Gründlichkeit ist es daher, mehrere Tools zu nutzen. Laut Johan braucht eine effektive Themenrecherche 5 Schritte:

 

1. Seeds definieren = Wonach könnten die Leute suchen?
2. Suggests abfragen = Was sagen Google und Co?
3. Volumen abfragen = Welche Daten können noch zu Keywords aggregiert werden?
4. Cluster löschen = Welche geclusterten Gruppen sind überhaupt sinnvoll?
5. Themen identifizieren = Was ergibt sich bzgl. Datenauswertung, Maßnahmen, Ranking?

Pause gehört auch zum Dienst

Besonders hervorgehoben hat Johan kleine Arbeitspausen: Zwischendurch sollte man sich bewusst mit den Kollegen über die bisherigen Fortschritte austauschen. Durch gegenseitigem Feedback lassen sich so vielleicht noch weitere Keywordideen und Suchmuster aufdecken. Also, vermeidet den Tunnelblick, verliert euch nicht in der Recherche, redet miteinander!

„Google ist aggro!“

Die Verwendung von Tools wie dem Google-Ads-Keywordplanner sieht Johan als problematisch an, da hier oftmals Suchbegriffe ungünstig zusammengetragen werden. So wird beispielsweise das Suchvolumen der Begriffe Frau und Frauen zusammengefasst, da Frau in Frauen enthalten ist. Dadurch ist jedoch kein exaktes Suchvolumen möglich, es kommt zu einem ungenauen Durchschnittswert. Auch in Bezug auf die Erstellung von Clustern kann es zu Problemen kommen: Auf der einen Seite lässt sich ein Durchschnitt mit Hilfe der einzelnen Klickwerte der Keywords ermitteln, auf der anderen Seite jedoch wäre es um ein Vielfaches gründlicher, zunächst die Klickwerte in Bezug zu den Suchvolumina zu setzen und daraus im Anschluss einen Durchschnittswert zu berechnen. Hier kommt es darauf an, wie gründlich und intensiv die Recherche letztendlich erarbeitet werden soll. Je nach Bedarfsfall sind die Daten, die Google ausgibt, also mit Vorsicht zu genießen und stets kritisch zu hinterfragen.

Fazit

Johan hat einen kurzweiligen, spannenden Vortrag geliefert, der vor allem für Neulinge einen hilfreichen und tiefgreifenden Einblick in die Materie geboten hat. Zudem wurden einige Aspekte wieder frisch in Erinnerung gerufen, wie etwa das Phänomen, dass das spezifische Nutzerverhalten immer noch viel zu wenig beachtet wird. Ein Beispiel: Türkischstämmige Deutsche werden in Deutschland nicht zwingend auf deutsch suchen, sondern in ihrer Muttersprache.

Das Angebot ist darauf aber leider noch unzureichend vorbereitet. Die eigene Zielgruppe sollte man also ganz genau kennen, um solche Lücken zu vermeiden. Wie kann es da noch ein Zufall sein, dass Johan für seinen Vortrag im Münsterland den „Münster Tatort“ als sehr anschauliches Themenbeispiel gewählt hat …

Auch sollte man den Zeitaufwand einer gründlichen Keywordrecherche niemals unterschätzen. Vor allem bei eher unkonkreten Suchbegriffen können schon einmal einige Wochen dafür anfallen – wie etwa für das Keyword Auto, in welches er geschlagene 30 Tage investieren musste! Je allgemeiner also der Begriff, desto aufwendiger gestaltet sich die Recherche. Im Durchschnitt kann man nach Johan mit 3 Tagen rechnen.

Zusammengefasst wurde also ein durchweg lohnender Vortrag geboten, dem alle Teilnehmer begeistert folgten. Alle, die leider nicht dabei sein konnten, haben also wirklich etwas verpasst!

9. Münster Online Marketing Meetup: Funnels

9. Münster Online Marketing Meetup: Funnels

Am 25. April 2019 fand das 9. Münster Online-Marketing Meetup mit unserem internen Head of Online Marketing, Benjamin Schepers, statt. Benjamin hat in seinem Vortrag darüber aufgeklärt, wie man mithilfe von Funnels Interessenten über alle Online-Kanäle von E-Mail über Facebook bis Instagram verfolgen und zu Kunden machen kann.

E-Commerce auf dem Vormarsch

In den letzten Jahren ließen sich, so stieg Benjamin ein, rasante Veränderungen im B2C-Bereich beobachten: Der E-Commerce-Umsatz ist signifikant angestiegen und hat mehr Konkurrenz verursacht. Das läge vor allem an der leichten Bedienbarkeit von beispielsweise Online-Shops und der Tatsache, dass generell mehr Werbung im Internet geschaltet wird. Dies führe jedoch auch zu steigenden Traffic-Kosten: Nur mit der organischen Suche zu arbeiten, reiche schon lange nicht mehr aus. SEO ist immer aufwendiger geworden und die Sozialen Netzwerke haben im Paid-Bereich eine starke Stellung bezogen. Wie kann man heute also noch Besucher erreichen? Per Neukundenakquise? Hier warnt Benjamin davor, dass die damit verbundenen Kosten oftmals 5-7 Mal höher sind als die Kosten für die Bestandskunden. Auch als problematisch erachtet er die Ausrichtung von Unternehmen auf kurzfristige Erfolge: Diese bringen zwar Verkäufe, leisten aber keine anhaltende Zufriedenheit, da eine weitere Beratung oder eine Art After Sales-Support völlig ausbleiben.

Besser wäre es daher, sich auf nachhaltige Erfolge zu konzentrieren. So könne man z.B. nach dem Kauf eine weitere Betreuung speziell für den Kunden anbieten. Es dürfte sich mehr Zufriedenheit einstellen, die eventuell zu mehr Verkäufen führt. Dieses Prinzip wird laut Benjamin bisher noch viel zu selten genutzt. Dabei könne man mit einfachen Tricks das Nutzerverhalten systematisch analysieren und dann gezielt auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen. All dies mithilfe von Funnels.

Aber wie funktionieren Funnels nun genau?

Eine gute Marketingstrategie stellt den Kunden in den Fokus – dies ist bei Funnels nicht anders. Und genau hier setzt auch die für ein Funnel wichtige Customer Journey an:

  1. Warmer Traffic:
    Die Nutzer bzw. Besucher werden zur Interaktion mit der Marke gebracht.
  2. Lead generieren:
    Ist der Nutzer „aufgewärmt“, so lässt sich leichter eine Vertrauensbasis erstellen. Er ist dadurch schneller bereit, bspw. seine E-Mail-Adresse zu verraten und sogar zu kaufen.
  3. Kundenakquise:
    Durch einen ersten Verkauf lassen sich Nutzer sukzessive „anfüttern“. Daher sollte im Anschluss auf jeden Fall eine Art After Sales-Support angeboten werden.
  4. CLTV maximieren:
    Der Customer Lifetime Value beschreibt die anhaltende Zufriedenheit des Kunden. Denn nur zufriedene Käufer werden potentiell erneut kaufen.

Entlang der Customer Journey kann ein erfolgreicher Dialog mit dem Kunden aufgebaut werden. Je besser man seine Kunden kennt, desto leichter lassen sich maßgeschneiderte Botschaften über seine bevorzugten Kommunikationskanäle überbringen – genau so funktionieren optimal aufgestellte Funnels.

Glückliche Nutzer, erfolgreiche Funnels

Eine erfolgreiche Funnel-Strategie basiert also auf dem Ziel, nicht einfach nur zu verkaufen, sondern bei dem Kunden eine solche Zufriedenheit zu bewirken, dass er sich zum Bestandskunden entwickelt. Dabei stellt sich immer die Frage: An welcher Stelle lässt sich der Besucher abholen? Kommt ein Nutzer auf eine Shop-Seite und kauft nicht oder bricht den Kauf gar ab, so muss man die Gründe dafür hinterfragen. Durch Anzeigen und dergleichen lassen sich diese Nutzer wieder retargeten. Sie werden also immer weiter analysiert, um sie speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten erneut mit dem Angebot in Kontakt zu bringen – Dir fehlt XY? Dann brauchst du YZ! Diese Art der „Verfolgung“ wird mit Funnels realisiert.

Retargeting: Ängste verstehen, Lösungen bieten

Retargeting, also die erneute Fokussierung auf einen Kunden, ist wichtiger Bestandteil einer ausgeklügelten Funnel-Strategie. Ein gutes Retargeting nutzt die Informationen über den Nutzer, um diesen ganz gezielt ansprechen zu können. Es zeigt Benefits auf und geht auf den spezifischen Need des Kunden ein:

  • Finde Einwände des Kunden heraus und behandel diese.
  • Fördere Kompetenz, Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu deinen Kunden.
  • Fokussiere dich darauf, warum der Nutzer das Produkt braucht.
  • Zeige Probleme auf, die auftreten könnten, wenn der Nutzer das Produkte nicht kauft.
  • Präsentiere dem Kunden glaubwürdige Referenzen, Presseberichte, usw.
  • Behalte dein Ziel im Auge: Add To Carts Conversions, etc.

Fazit

Wichtig ist laut Benjamin, dass man seine Daten kennt. Nur so kann man sinnvoll mit ihnen arbeiten. Wie hoch ist der durchschnittliche Warenkorbwert meines Shops? Was sagt der Customer Lifetime Value? Wie verhalten sich die Costs per Aquision? Hat man die Antworten auf die wichtigsten Fragen, kann man laufende Kampagnen erst sinnvoll optimieren.

Unser Head of Online Marketing hat einen kurzweiligen und extrem lehrreichen Vortrag mit anschaulichen Beispielen abgeliefert. Danke, Benjamin, für spannende Insights in doch nicht ganz so komplizierte Funnels!

7. Münster Online Marketing Meetup: Anleitung zum Facebook Desaster — die 3 fatalsten Fehler im Facebook-Marketing

7. Münster Online Marketing Meetup: Anleitung zum Facebook Desaster — die 3 fatalsten Fehler im Facebook-Marketing

Am 21.02.2019 begrüßten wir den Facebbook-Ads-Profi und Top-Affiliate Dawid Przybylski als Speaker beim Münster Online Marketing Meetup. Seine “Anleitung zum Facebook Desaster” ging natürlich vor allem darum, wie man das persönliche Facebook-Desaster verhindert.

Er wurde sehr herzlich vom randvollen Konferenzraum begrüßt, plauderte aus dem Nähkästchen und beantwortete viele Fragen. Es war ein Abend mit tiefen Einblicken und offenem Austausch.

Facebook-Fehler vermeiden

Dawid kennt aus seiner jahrelangen Erfahrung alle Tipps und Tricks für Facebook Ads. Sein Thema beim Münster Online Marketing Meetup waren drei scheinbar kleine Fehler, die eine Facebook-Kampagne schnell zum Desaster machen können. Um das Facebook-Desaster zu vermeiden waren:

  • Nicht die “Beitrag bewerben”-Funktion nutzen, sondern immer den Business Manager
  • Wenn mehrere Zielgruppen gegeneinander getestet werden, die Zielgruppen gegenseitig ausschließen, um Überschneidungen zu vermeiden.
  • Bestandskunden und bestehende Fans der eigenen Seite ausschließen, um unnötige Ansprachen zu vermeiden

Dazu ging er die wichtigsten Schritte beim Erstellen einer Kampagne mit Facebook Ads flott durch, sodass auch weniger erfahrene Teilnehmer ihm bei Fehlern und Tipps gut folgen konnten. Denn den angekündigten drei fatalsten Fehlern folgten noch viele weitere.

Dawid Przybylski brachte knallhart einen Einblick nach dem anderen. So erklärte er zum Beispiel, warum man besser Laufzeit- anstatt Tagesbudgets setzen sollte, oder wie gerade untypischer Content viral wird. Handfeste Hinweise für gute Facebook-Zielgruppen, eigene Beispiele für erfolgreiche Ads, Business-Manager-Kniffe, kleine bewährte Verhaltensweisen: Zwischen den Folien und Zwischenfragen hagelte es Insights vom Experten.

“Mobile? Nur Mobile! OK? Es funktioniert am besten. Aber schaut auf die Landingpage. Die muss perfekt für Mobile sein.” (Dawid Przybylski)

“Wenn’s mal nicht läuft: Nerven behalten. Mal einfach ein, zwei Tage laufen lassen.” (Dawid Przybylski)

Inspirierender Meetup mit offener Atmosphäre

Während der Veranstaltung herrschte eine lockere Atmosphäre und nach dem Vortrag wurden von den Teilnehmern sehr viele interessante Fragen gestellt. Und hatte Dawid bei vielen Fragen neben der Antwort gleich noch Ideen und Beispiele im Kopf.

Am Ende wurde sich noch ausgiebig vernetzt und ausgetauscht über die neuesten Entwicklungen der Branche. Online Profession dankt Dawid Przybylski und allen Teilnehmern für diesen schönen Abend.

Dawid ist ein genialer und sehr entspannter Speaker. Er hat uns sehr praxisnah Expertenwissen vermittelt und ich bin froh, dass Online Profession ihn eingeladen hat.

Maik Bruns

Inhaber , Metrika e.K.

Ich bin nun schon zum dritten Mal hier und immer wieder begeistert. Es war wirklich eine entspannte Atmosphäre, auch dank dem freundlichen und sehr professionellen Speaker.

Karin Schwaer

Gehaltsverhandlungs-Coachin, Gehaltssprung

Das Meetup veranstaltet immer lohnenswerte Vorträge. Auch für Anfänger ist sicher einiges dabei. Ich bin motiviert das heute von Dawid Gelernte umzusetzen.

Stefan Wienströer

Geschäftsführender Gesellschafter, a coding project GmbH