eoSearchSummit: 2020 in Würzburg, 2021 digital

eoSearchSummit: 2020 in Würzburg, 2021 digital

Der eoSearchSummit geht gleich beim zweiten Mal neue Wege: Die Teilnehmer kommen nicht zur Konferenz ins schöne Würzburg, sondern die Konferenz kommt am 04. 02. 2021 digital zu den Teilnehmern. Inklusive Weinprobe – immerhin sitzt der Ausrichter eology im Weinort Volkach!

Die Liste Speaker (ein Überraschungsgast ist für das Finale angekündigt) auf dem eoSearchSummit deuten wieder auf ein schlankes und flottes Programm mit geballten Wissen hin.

Alte Konferenz-Hasen wie Prof. Mario Fischer und Kai Spriestersbach, Branchen-Experten wie Knut Barth von Baur und Daniel Kral von Kenshoo sowie erfahrene eology-Mitarbeiter aus allen Bereichen werden wohl wieder verschiedenste Aspekte und Blickwinkel einbringen.

Wir sind bereits gespannt auf die Themen. Wir sind gespannt auf die Umsetzung. Wir freuen uns auf eine Konferenz, die auf viel Erfahrung 2020 mit digitalen Workshops und Konferenzen aufbauen wird.

 

Bis zum 14. 12. 2020 gilt der Early Bird Preis und in jedem Fall könnt Ihr mit unserem Rabatt-Code Online-Profession10 ganze 10% günstiger zum eoSearchSummit 2021.

Recap zum eoSearchSummit 2020

Am 06.02. 2020 fand in Würzburg das erste Mal der eoSearchSummit statt. Für diese Konferenz ließ die eology als Veranstalter seine Kontakte spielen und brachte aus dem Stand ein beachtliches Line-up von Speakern und Themen ins Congress Centrum Würzburg. Unser Recap gibt einen ausführlichen Über- und Einblick vom eoSearchSummit, seinen Vorträgen und unseren Erfahrungen.

Organisation und Ablauf

Bei neuen Konferenzen ist die Frage nach der Organisation genauso wichtig wie die nach den Inhalten. Und da legte der eoSearchSummit schon einmal eine sehr gute Basis.

Die Kommunikation im Vorfeld war bei allen Fragen kompetent und schnell. Die Location gut gewählt und auch vor Ort schienen Planung, Service des Congress Centrums und Mitarbeiter von eology reibungslos ineinander zu greifen.

Die neun Vorträge fanden alle linear im Hauptraum statt. Sie waren abwechslungsreich und es funktionierte gut zugleich einen Überblick zu wahren und neue Impulse einzubinden. Den wirklich neuen “heißen Scheiß” gab es nicht – dafür aber auch erfreulich wenig “heiße Luft”. Das Zeitmanagement passte erfreulicherweise auch. Es gab keine bemerkenswerten Überziehungen und durch den etwas kürzeren letzten Vortrag blieb alles im geplanten Rahmen. 

Mit 160 Teilnehmern war der Hauptraum gut belegt, aber nicht überfüllt. Auch das Catering war auf die Teilnehmer eingestellt, auch wenn es beim Nachschub der veganen Schnitzel zeitweise zu Engpässen kam. Die ordentliche Auswahl an vegetarischen und veganen Optionen wurde von vielen Teilnehmern lobend erwähnt. Vielleicht liefen in den Pausen auch kleine Wetten unter Teilnehmern, welcher der eology-Gründer wohl Veganer ist. 

 

Kai Spriestersbach: SEO 2020 = 80/20 – No Bullshit SEO nach dem Pareto-Prinzip

Den Anfang nach der Begrüßung durch den Moderator Mario Strack machte Kai Spriestersbach. Und dieser Anfang war direkt ein Rundumschlag.

Ja, es ging um Pareto. Aber es ging nicht um eine Aufzählung konkreter SEO-Kniffe nach dem Pareto-Prinzip. Die “5 XY für Deinen Erfolg”-Themen sind anderer Leute Jagdgründe. Es ging darum, was es eigentlich bedeutet “SEO zu machen” und wo die Möglichkeiten und Grenzen des Pareto-Prinzips bei seinen vielen Teilgebieten sind. Und gerade die Hinweise auf die Grenzen machten das No-Bullshit-Thema des Vortrags aus.

Ganz normaler Menschenverstand trägt einen sehr weit. Er hilft wirklich oft.

Kais Spriestersbach

eology / searchone

SEO ist kein Performance-Kanal. SEO ist ein langfristiges Investment.

Kais Spriestersbach

So wies Kai Spriestersbach deutlich darauf hin, dass SEO ein Prozess ist, der Zusammenarbeit über mehrere Abteilungen erfordert. Die Zeit der einsamen SEO-Götter ist vorbei – wenn es sie denn je wirklich gegeben hat. Das bedeutet aber auch, dass es sehr schwer ist den Pareto-Erfolg von SEO zu messen.

Wo das Pareto-Prinzip  aber tatsächlich wirkt, ist bei der Verteilung des SEO-Traffics: 20 % der Keywords bringen für gewöhnlich 80 % des Traffics. Gleiches gilt bei vielen Webseiten für die URLs. Umgekehrt gilt aber zum Beispiel für Ads: 20 % der Keywords bringen 80 % der Kosten. Hier kommt man mit Pareto also weiter.

Das Gegenteil von Pareto dagegen ist Content-Produktion und -Marketing. Kais Vorschlag in diesem Gebiet war lieber nur 20 % der möglichen Inhalte umsetzen, dafür diese aber mit 120 % der Qualität. Da sieht er Content und Links im selben Boot: In beiden Fällen sollte man eher an der Quantität als der Qualität sparen. Hier zählen auch die letzten 20 % des Aufwandes. Sogar mehr noch als der vorherige Aufwand. Dazu gehören auch Seeding und Content-Recycling.

Das größte Potenzial für einen Pareto-Ansatz im SEO? Snippet-Optimierung. Sich auf Snippets im sichtbaren Bereich beschränken und mit Hypothesen und Tests besser werden, ist der beste Hebel für den Plan mit 20 % Aufwand 80 % des Resultats zu erhalten.

Fazit zu SEO 2020 = 80/20 – No Bullshit SEO nach dem Pareto-Prinzip

Pareto war der Aufhänger des Vortrags, aber der Inhalt war dann hauptsächlich ein Spaziergang durch verschiedene SEO-Maßnahmen. Das war einerseits nichts Neues, aber andererseits für den Eingangsvortrag ein kluger Kniff: Bekannte Techniken auf die Anwendbarkeit von Konzepten abzuklopfen war interessant und ermöglichte auch Teilnehmern, die nicht ganz so tief im Thema waren, einen guten Einstieg.

Das Pareto-Prinzip auf SEO anzuwenden, ändert nichts an den bekannten Best Practices. Das ist einerseits beruhigend, andererseits weiterer Ansporn sie konsequent umzusetzen.

Eric Kubitz: Besserer Content ohne SEO-Bullshit

Eric Kubitz begann seinen Vortrag mit einer Warnung: Eigentlich gibt er keine Vorträge mehr, weil er irgendwie immer versucht ist, seine 4-Stunden-Seminare in ihnen unterzubringen. Um deshalb keine Zeit zu verlieren, schloss er praktisch nahtlos an Kai Spriestersbachs Vortrag an.

Erics Kernaussage beim Thema “No Bullshit” war, dass jede Aussage zu SEO ist alleine und nur für sich betrachtet unklug ist – besonders im Bezug auf Content: Textlänge, Keyword-Orientierung, Textqualität, Aktualität,… Alles nicht falsch, aber aller für sich betrachtet nicht so hilfreich, wie man sich erhofft. Kontext ist das Königreich, in dem König Content herrscht. Und dieser Kontext beginnt bei der Frage, welche Art Webseite man eigentlich hat. Denn (natürlich) funktioniert nicht jede Art Content auf jeder Art Webseite.

Wenn Content König ist, ist Kontext sein Königreich!

Eric Kubitz

Agenturinhaber, CONTENTmanufaktur

Falls Ihr selber schreibt, schaut Euch mal die Sachen an, die Ihr vor einem Jahr geschrieben habt. Ihr wollt sie dann meistens schon von selbst ändern.

Eric Kubitz

Von den tatsächlichen Zusammenhängen habe ich doch auch keine Ahnung. Ich habe keine Ahnung, was genau Google rechnet. Manchmal muss man ganz ehrlich zugeben, wenn man keine Ahnung hat.

Eric Kubitz

Und so kann man den Vortrag nach dem Motto “Ja, aber…” zusammenfassen.

  • Ja, Keywords sind wichtig. Aber nicht für stumpfe Keyword-Dichte, sondern als Thema, Orientierung, Fokusierung und Aspekt von WDF*IDF unter Berücksichtigung von Kundensprache und Fachsprache. Die entsprechenden Keywordlisten helfen bei Gliederungen und schaffen durch Ähnlichkeit von Suchanfrage und Ergebnis Vertrauen.
  • Ja, man sollte die Top-10 / Top-20 / Konkurrenz analysieren. Aber nicht um sie und ihre Maßnahmen zu kopieren oder um 100 Wörter zu überbieten, sondern um sich inspirieren zu lassen, eigene Versäumnisse und vergessene Aspekte zu erkennen, sowie deren Erfolge vor dem Hintergrund ihrer Entwicklung zu sehen. Hat der Mitbewerber mehr Sichtbarkeit? Dann sollten wir nachsehen, worauf die sich stützt und wann er sie erhalten hat.
  • Ja, man sollte individuell sein. Aber diese Individualität ist nur das “Goldene Dach” auf dem “Temple of Content”. Es geht darum den USP auch im Content zu setzen und gerade so anders zu sein, dass Google den Content einem Thema zuordnen kann und als neuen Ansatz in den SERPs testet.
  • Ja, Textqualität ist wichtig. Aber vielleicht ist Text-Content auf dieser Webseiten-Art gar nicht der Content, der für Google für das Ranking am relevantesten ist. Und selbst dann sind berechenbare Metriken für Suchmaschinen zur Bewertung wichtiger als Stil. Lesbarkeit, Rechtschreibung und auch Grammatik sind auswertbare Kategorien und Hygienefaktoren.
  • Ja, Aktualität hat in vielen Fällen Vorteile. Aber das bedeutet nicht, dass man immer neue Inhalte erstellen muss. Ältere Inhalte aktualisieren ist oft vielversprechender. Aktuell ist nicht “neu”, sondern “nicht veraltet”.

Fazit zu Besserer Content ohne SEO-Bullshit

Eric Kubitz brachte eine wichtige Aussage auf die Bühne des eoSearchSummit: Auch wenn Content und SEO für Einsteiger schnell in wenigen Schlaglicht-Maßnahmen zusammenfassbar sind, sind sie nicht einfach. Es gibt eigentlich immer ein “Aber”. Die Schlaglichter sind nicht immer falsch, aber die Komplexität dahinter wird in der Praxis oft zum Stolperstein.

Damit waren die Grundlagen gelegt für die nächsten Vorträge nach einer kurzen Pause.

Madeleine Schröter: Abmahnung, Unterlassungserklärung und Vertragsstrafe wegen SEO?
Welche Stolpersteine vermeidbar sind bei Suchmaschinenoptimierung

Der Plan das Publikum trotz des juristischen Themas mitzunehmen stand ganz am Anfang des Vortrags von Madeleine Schröter. Und deshalb wurde erstmal besprochen, was eigentlich “unlauterer Wettbewerb” ist, bevor es in die Fallstricke inklusive Fallbeispielen ging. Und davon hatte sie einige aus ihrer Praxis bei der Telekom mitgebracht.

Denn abmahnfähige Inhalte beginnen schon im Snippet. Nicht zutreffende Exklusivität und nicht innerhalb der Snippets aufgelöste “Sternchen-Preise” können auch dort schon teuer werden. Aber auch unbedachte Äußerungen in SEO-Texten – vor allem, wenn sie als seitenweite Module gesetzt wurden. Es gilt keine relevanten Informationen für den Verbraucher zu nicht, falsch, zweideutig, oder unverständlich zu präsentieren. Madeleine Schröter mahnte aber auch an, dass im Fall einer Abmahnung die Unterlassungserklärung nicht zu schnell unterschrieben werden sollte. Geht es um Online-Texte, kann es aufwendig sein wirklich alle ihre Instanzen zu löschen.

Man kann nicht irgendwas in das Snippet schreiben und es dem User überlassen das auf der Webseite zu überprüfen.

Madeleine Schröter

Senior Expert eBusiness, Telekom

Neben Abmahnungen ging es auch um Urheberrecht. Die Frage welche Inhalte schutzwürdig sind, ist dabei zentral. Der Gesetzgeber macht dies von der “Schöpfungshöhe” abhängig. Aber der Reflex deshalb “Gebrauchstexte” wie Produktbeschreibungen als nicht geschützt einzuschätzen, ist falsch. Gerichte haben immer wieder mit erstaunlich niedrigen Schwellen für die Schöpfungshöhe geurteilt. Stil und Wortwahl, “eigenschöpferische Gedankenführung” und “geistvolle Form” spielen hier eine Rolle, nicht die Verwendung. Selbst Ausschreibungsunterlagen wurden vom BGH schon als “mit relevanter Schöpfungshöhe” und damit als vom Urheberrecht geschützt eingestuft.

Google mögen Stil und Formulierung weitestegehend egal sein, aber ausgerechnet den deutschen Gerichten sind sie es nicht.

Fazit zu Abmahnung, Unterlassungserklärung und Vertragsstrafe wegen SEO?

Es war interessant. Es war lehrreich. Es war juristisch. Diesen Dreisatz kriegen nicht viele Vorträge hin, aber hier hat es gepasst. Umso überraschter war ich, als ich erfuhr, dass Madeleine Schröter bisher noch nicht auf offenen Konferenzen gesprochen hat. Und mit einem leicht flauen Gefühl beim Gedanken, was alles abmahnfähig ist, ging es weiter.

Stefanie Niggemann: Content Marketing –  Erstellung, Seeding & Remarketing von einzigartigen Inhalten

Nach den juristischen Hürden ging es jetzt um Struktur in einer oft beschworenen aber selten wirklich stringent durchgeführten Disziplin. Stefanie Niggemann von eology zeigte, worauf man beim Umsetzen von Content Marketing ankommt. Und sie machte gleich zu Anfang klar: operatives Content Marketing mit Hero-Content generiert zwar Traffic, Branding und Backlinks, aber keinen Umsatz. Dafür kostet es Zeit und Geld. Umso wichtiger ist es deshalb richtig vorzugehen, wenn man sich entschieden hat in diese Maßnahme zu investieren. Und keine halben Sachen zu machen.

Keiner mag’s, wenn er ‘ne Idee hat und dann kommt gleich einer und sagt “Das geht net.” – Dann setzt er sich hin und sagt gar nix mehr.

Stefanie Niggemann

SEO-Consultant, eology

Die Landingpage wird beim Seeding oft vernachlässigt. Wir wollen coole Backlinks – da brauchen wir auch coole Landingpages!

Stefanie Niggemann

Den Anfang macht die Themensuche. Schon hier sollte man nicht abkürzen. Es hilft ungemein, wenn man die kreative Phase von der bewertenden Phase trennt. In der Praxis bei eology geht es zuerst um das divergierende Denken, aus dem in mehreren Runden in Brainstormings die Ideen gesammelt werden. Dann folgt als erster Teil des konvergierenden Denkens das Vertiefen und Ausformulieren der Ideen – nicht unbedingt durch den Ideengeber. Auch hier gibt es mindestens zwei Durchläufe. Erst dann werden die umzusetzenden Ideen durch eine positive Abstimmung ausgewählt. Zuletzt werden die “Gewinner-Ideen” nach Originalität und Umsetzbarkeit bewertet.

Bei der Umsetzung gibt es wieder viel zu bedenken:

  • Wie spreche ich welche Zielgruppe an?
  • Welchen Mehrwert biete ich meiner Zielgruppe?
  • Ist mein Content und sein Mehrwert einzigartig?
  • Ist mein Content gut strukturiert und lesbar, damit sein Mehrwert auch greift?
  • Wie kann ich die fachliche Korrektheit und Seriosität garantieren? Welche Experten kann ich integrieren?
  • Ist mein Content holistitisch? Vielleicht nicht zum Themengebiet, aber zumindest für den gewählten Teilaspekt.
  • Ist die Landingpage, auch der ich den Content (das E-Book, die Infografik, die Studie, die Statistik) veröffentliche stabil, ansprechend und verlinkungswürdig? Passen LP und Content zusammen? zeigt sie die USPs des Contents und eine Zusammenfassung?

Und wenn der Content fertig ist, geht das Content Marketing erst los. “Halbe Sachen” beginnen oft in dieser Phase. Denn Seeding muss gut organisiert sein. Es lohnt sich dabei Projektmanagement zu betreiben. Auch bei der Auswahl möglicher Seeding-Partner gilt: Offen sammeln und erst eingrenzen, wenn einem nichts mehr einfällt. Auch wichtig: Damit sich was tut, ruft man die Webmaster dann am besten direkt an. Schon hier kann sich eine schlechte LP rächen. Was sich dagegen bezahlt macht, sind eingebundene Experten und Partner. Denn deren Reichweite lässt sich beim Seeding hervorragend nutzen.

Weiter geht es nach dem Link-Earning mit der Kontrolle der Backlinks. Und dem Remarketing. Und der Nutzung der Landingpage für die interne Verlinkung. Und mit dem Content-Recycling. Und mit dem Seeden nach einer Überarbeitung… Theoretisch hört das Content Marketing bei richtig gutem Evergreen-Content nie auf.

Fazit zu Content Marketing – Erstellen, Seeding & Remarketing von einzigartigen Inhalten

Die schiere Menge von schwungvoll vorgetragenen Praxiserfahrungen und Strukturierungsvorschlägen in diesem Vortrag war beachtlich, auch wenn Stefanie Niggemann erkennbar an der Oberfläche der einzelnen Maßnahmen blieb. Sie machte auch sehr gut deutlich, dass Content Marketing nicht die neue Wunderwaffe im Online Marketing ist. Es ist ein inzwischen bewährtes Mittel, das keine Erfolgsgarantie hat, hat aber im besten Fall Erfolge auf mehreren Ebenen ermöglicht. Nicht im schnellen “Jetzt kaufen!”-Klick, sondern darüber hinaus. Und genau dann lohnt sich auch der Aufwand.

Prof. Dr. Mario Fischer: Hurra, wir digitalisieren! Sprachnachrichten also künftig per Fax!

Nach dem sehr guten Mittagessen verhinderte Prof. Dr. Mario Fischer, dass das Suppenkoma zuschlug. Wie schon auf der Rhreinwerk-Konferenz 2019 war sein Vortrag wieder witzig und erfrischend – auch, wenn eingebettet in Stefanie Niggemann, den Moderator Mario Strack und ein durchfränkeltes Publikum der Dialekt-Bonus nicht voll wirkte. Das Fax war dann auch nur der Einstieg in die Herausforderungen, die Machine Learning, KI und ganz breit Digitalisierung noch und immer noch für deutsche Unternehmen bedeuten.

“Erst mal abwarten und gucken was die Mitbewerber machen” funktioniert nicht.

Prof. Dr. Mario Fischer

Studiengangsleiter E-Commerce, Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt

Ein großes Bedenken bei interner Weiterbildung von jungen Leuten ist ja: “Was ist, wenn wir die weiterbilden und die wechseln dann?” – Ja aber: Was wenn wir die nicht weiterbilden – und die bleiben? 

Prof. Dr. Mario Fischer

Digitale Transformation muss, damit sie erfolgreich ist, von innen kommen. Mit externen Beratern wird das nichts: Einen Hund zum Jagen tragen hat keinen Sinn!

Prof. Dr. Mario Fischer

Fazit zu Hurra, wir digitalisieren!

Prof. Dr. Mario Fischer machte klar, dass es keinen Sinn hat sich die Haare zu raufen, weil man nicht mehr der Erste mit einer Idee ist oder nicht genug Geld: Weder Facebook, noch Google, weder Amazon, noch Apple hatten zu Anfang viel Geld. Und keiner von ihnen war auf seinem Feld wirklich der erste. Wichtiger ist nicht eine ganze Entwicklung zu verschlafen.

Sein Appell für mehr Digitalkompetenz in Konzernspitzen und einen Kulturwandel im Umgang mit Online-Kanälen und Machine Learning war ein wenig Wasser zum Main getragen. Die Anwesenden waren da sicher mit ihm einer Meinung. Aber vielleicht hilft der Vortrag in einigen Fällen diese Meinung auch zu einer Position im Unternehmen zu machen.

Dominik Schwarz: SEO ist keine Abteilung & kein Software-Plugin – Suchmaschinenoptimierung erfolgreich Inhouse umsetzen

Dominik Schwarz machte klar: Ihm geht es nicht um so sehr um Maßnahmen im Internet, die SEO erfolgreich machen, sondern um die Maßnahmen im Unternehmen, die erfolgreiches Inhouse-SEO erst möglich machen. Denn als Inhouse-SEO arbeitet man nicht nur mit und an der Webseite eines Unternehmens, sondern mit und am ganzen Unternehmen. Und es ist enorm wichtig, dass niemand im Unternehmen den Eindruck bekommt, dass man als SEO gegen ihn arbeitet.

Für diesen Vortrag war die Leitlinie das Inouse SEO Manifest, das Dominik Schwarz aus seiner Erfahrung selbst erstellt hat. Mit ihm zeigte er, was erfolgreiche Inhouse-Abteilungen von weniger erfolgreichen unterscheidet und was die Grundvoraussetzungen für diesen Erfolg sind.

Erklären Sie Ihrem Vorgesetzten warum SEO wichtig ist. Gerne auch 10n mal. Gerne auch 100 Mal!

Dominik Schwarz

Chief Inbound Officer, HomeToGo

Der beste Plan ist nichts wert, wenn er nicht umgesetzt wird.

Dominik Schwarz

Im Endeffekt ging es viel um Selbst- und Fremdwahrnehmung – und auch darum, wie man an beiden arbeiten kann. Sich abteilungsübergreifend Verbündete zu suchen, die Sprache der Entscheider sprechen (“Suchvolumen” ist auch nur “Markt” oder “Nachfrage”), den Prozess-Charakter von Suchmaschinenoptimierung vermitteln und nie die Kraft von Begeisterung und Sturheit für den Inhouse-Erfolg vergessen waren zentrale Punkte. Die fachliche SEO-Praxis beginnt im Manifest ganz bewusst erst mit Satz 16 von 20.

Viele Aspekte waren auch dann wichtig, wenn man nicht inhouse tätig ist: Wie und was man reporten sollte, ist eine immer relevante Frage. Dominik Schwarz’ Antwort darauf war, dass regelmäßige Reportings SEO im Blick halten. Dass bei reinen SEO-Kennzahlen die Tendenz wichtiger als der absolute Wert ist. Denn was für den Empfänger des Reportings zählt ist der Anteil, denn SEO am Gesamtbild leistet und nicht die Details zu den gründen. Auch Stagnation ist reportenswert, denn mit ihr kann man Bedarf an weiteren Ressourcen begründen. Außerdem helfen Reportings dabei selbst immer zu wissen, wo man mit dem Unternehmen gerade steht.

Auch wenn man als SEO guten Gewissens keine konkreten Prognosen abgeben kann: Gerade Inhouse sind sie unerlässlich und man muss sich trauen. Es ist immerhin allen Prognosen gemein, dass sie unsichere Schätzungen sind. Wo der SEO wegen unsicherer Datenbasis trotz Tracking, Webanalyse und SEO-Tools vor Prognosen zurückschreckt, da müssen Print-Marketer schon seit jeher auf wesentlich kleineren Daten Prognosen abgeben. Und Teil dieser Prognosen kann auch sein, dass man für Innovation und Qualitätsprüfungen externe Dienstleister hinzuzieht. 

 

Fazit zu SEO ist keine Abteilung & kein Software-Plugin

Der Vortrag gut, um auch als Agentur-SEO einen Einblick in die Herausforderungen von Inhouse-SEOs zu erhalten. Viele teilt man sich dann aber doch egal ob bei Kunden oder firmeninternen Stakeholdern. Dominik Schwarz präsenterte eine gute Gelegenheit sich vieles davon nochmal ins Bewusstsein zu rufen.

Florian Zink: 5 Alternativen zu Google Ads – Ein Blick über den Tellerrand

Florian Zink gab einen Blick über den Tellerrand des Google-Universums. Für Search Ads, Social Ads, Retail Ads, Content Ads und Streaming Ads hatte er jeweils ein Beispiel, das je nach Zielgruppe bedenkenswert ist.

Für interessierte Kenner des Paid Advertisings waren einige bekannte Namen dabei: Bing, TikTok und Amazon sind bei vielen bereits auf dem Tisch. Weniger offensichtlich war der Hinweis auf die Werbemöglichkeiten über Das Display Network von Microsoft mit Taboola und Outbrain, sowie die Möglichkeiten von twitch bei entsprechenden Zielgruppen.

Der wohl wichtigste Tipp war aber schon bei der Auswahl der Kanäle Zielgruppe und Nutzungszeiten der jeweiligen Plattformen einzurechnen. Auch sollte man nie vergessen sich ein Testbudget zu setzen und die Landingpage der Anzeigen auf die Zielgruppe und Art der Anzeigen anzupassen. Den die Klickrate ist noch nicht die Konversionsrate.

Auch auf der Google-Seite sind Nutzer täglich im Schnitt nur 10 Minuten.

Florian Zink

Head of Paid Advertising, eology

Fazit zu 5 Alternativen zu Google Ads

So informativ die präsentierten Daten und die Aussagen auch waren, so richtig sprang der Funke im Vortrag nicht über. Wer schon vorher keine der Alternativen nutze, wird sie auch nach diesem Vortrag wohl nicht mit ins Portfolio aufnehmen. Für alle anderen war es eine nette Wiederholung und Ergänzung.

Seine Stärken konnte Florian Zink vor allem dann ausspielen, wenn er von der allgemeinen Beschreibung abrückte und kurz auf Feinheiten einging. Ihn zu genau solchen Feinheiten und mit konkreten Fällen auf der Bühne zu sehen, wäre ein echtes Highlight.

Heiko Stammel: 5 goldene SEO-Regeln: Mein Erfolgsrezept für das Optimieren großer Webseiten und was auch kleinere Seiten davon lernen können

Heiko Stammel nahm voller Energie den Ball auf, den Dominik Schwarz ins Spiel gebracht hatte. Mit seiner Inhouse-SEO-Erfahrung bei der Welt und Spiegel Online konnte er auf wirklich große Seiten verweisen, bei denen technische Aspekte immer wieder eine Herausforderung sind. Seine Regeln bezogen sich aber nicht nur auf technische Aspekte, sondern brachten zusammen mit zum Teil schmerzlichen Erfahrungswerten präsentiert nochmal die klassische SEO-Praxis auf den eoSearchSummit.

Das mit dem SEO ist alles kein Hexenwerk. Inhouse ist es vor allem People Management.

Heiko Stammel

Technical SEO Manager, Spiegel Online

Google will sich doch auch nicht mit Crap auseinandersetzen!

Heiko Stammel

Die Lösung: Dinge in Schubladen stecken. Google liebt es Dinge in Schubladen zu stecken.

Heiko Stammel

Frontend ist SEO-Land! Alles, was da ausgespielt wird, muss mit dem SEO geklärt werden.

Heiko Stammel

1. User is Queen

“Content is King” und, wie wir auf der Konferenz schon erfahren hatten: “Context is kingdom”. Nun kam noch die Königin dazu: Der Nutzer. Der simple Grund Google eigene KPIs beziehen sich auf die Nutzer. Dafür müssen wir noch nicht einmal den Suchalgorithmus auswerten. Was wir aber tun sollten, ist mit Zielgruppen, Personas, Nutzerfragen und vielleicht sogar Nutzerbefragungen arbeiten. Die Kombination von A/B-Test und Nutzerbefragung ist besonders hilfreich.

2. Qualität statt Quantität

Zu diesem Thema gehört die eigene Seite zu kennen. Es gibt Rankings, die die Sichtbarkeit pushen, aber deren Keywords gar nicht zielführend, oder sogar schlecht für die Seitenausrichtung sind. Auch aus SEO-Überlegungen wurde Das Forum bei Spiegel Online abgeschaltet. Heiko Stammel nutzt für die Orientierung selbst die Idee eines fiktiven Quality Scores ähnlich dem bei Google Ads genutzten. Mit diesem Gedankenkonstrukt arbeitet es sich aus seiner Sicht ganz gut.

3. Ordnung und Struktur müssen sein

Naheliegend, aber bei großen, content-reichen Domains eine echte Herausforderung. Aber auch auf kleineren Seiten lohnt es sich semantische Silos durch Kategorien aufzumachen. Unterseiten zu Long-Tail-Themen helfen in solchen Strukturen die im selben Silo übergeordneten Single-Keyword-Inhalte zu stärken. Außerdem macht es eine gute Struktur dem Crawler einfach.

4. Mobile only

Keine Überraschung hier. Aber der Tipp statt auf “Virtuelle Gummipunkte” aus Google-Tools zu setzen, lieber mal selbst mit einem alten Smartphone in die Pampa zu gehen und zu versuchen die eigenen Webseite zu bedienen, ist auch mit Blick auf Stakeholder und Kunden, die diesen Aspekt nicht so richtig wahrhaben wollen, eine wirklich gute Idee.

5. SEO ist ein Prozess

Wieder und für alle. SEO ist kein Performance-Kanal (Kais Spriesterbach nickte vom Seitenrand eifrig). SEO – auch technisches – funktioniert nur, wenn Entwickler und Redakteure auf allen Ebenen mitdenken und sich mit den Spezialisten vernetzen. Auch der Zusatztipp zum Schluss gehörte eigentlich hier hinein: “Google ist nicht allmächtig”. Denn nur mit der Entspannung, die diese Aussage bringt, kann ein erfolgreicher Prozess nachhaltig aufgebaut werden.

Fazit zu 5 goldene Regeln

Kurz vor dem Schluss brachte Heiko Stammel noch einmal eine schwungvolle und erfrischende Tour durch SEO-Themen. Zwischen den allgemeinen Aussagen flochten sich Anekdoten und bildhafte Sprache zu einem treffenden Vortrag. Besonders schön war, dass seine Regeln keine starren Patent-Lösungen waren, sondern Aussagen, deren Hintergründe dann individuell umgesetzt werden können.

Carsten Richter: Age of Assistance

Carsten Richter kam als Google-Mitarbeiter aus Dublin zum eoSearchSummit. Es ist in SEO-Kreisen bekannt, dass man sich von Google-Mitarbeitern auch im direkten Gespräch keine wirklich neuen Aussagen erhoffen kann. Gerade deshalb werden die Äußerungen von z. B. John Mueller aus der Szene so genau verfolgt. Beim eoSearchSummit ging es deswegen im letzten Slot auch gar nicht um Fragen und Antworten zu SEO. Carsten Richter präsentierte die Leistungen, Pläne und Visionen von Google unter dem Motto “Age of Assistance”.

Wer berufsmäßig Google im Blick behält, der erfuhr wenig Neues. Für die Teilnehmer, die aus anderen Bereichen des Onlinemarketings kamen, waren gerade die Entwicklungspläne der persönlichen Assistenz aber aufschlussreich. Da nicht weit in die Tiefe gegangen wurde, konnte der Vortragsteil pünktlich mit einem Schlusswort von  Mario Strack beendet werden. 

Unser Fazit zum eoSearchSummit 2020

Bei eology haben alle zusammen geholfen, um den eoSearchSummit möglich zu machen und wir sind happy, dass das Ergebnis so gut angenommen wird. Die vielen Gäste und die positiven Reaktionen, auch von anderen Agenturen, sind richtig geil. Das ist ein Ritterschlag und macht Freude darauf die Konferenz weiter zu führen.

Axel Scheuering

Gründer & Geschäftsführer, eology

Mein Fazit zum eoSearchSummit ist positiv. Es war eine sehr angenehme, gut organisierte und informative Konferenz. Das Team von eology hat eine gute Grundlage gelegt und es würde mich sehr freuen, wenn die Konferenz weiter läuft und zu einer dauerhaften Ergänzung der SEO-Konferenz-Szene würde. Aktuell sehe ich nur ein paar Kleinigkeiten zu verbessern (ich wette die Moderation wäre direkt flüssiger gewesen, wenn Mario Strack seine Spickzettel verlegt hätte) und einen subjektiven Eindruck:

Die Konferenz und vor allem die Vorträge fühlten sich noch nicht nach einer Konferenz für SEOs an, sondern wie eine Konferenz über SEO. In vielen Vorträgen hatte ich persönlich nur selten Gefühl über den Tellerrand zu schauen oder neue Impulse zu bekommen. Gerade in der zweiten Hälfte fühlte es sich so an, als ob der “No Bullshit”-Ansatz etwas zulasten streitbarer, vielleicht provokanter Themen ging. In der Rückschau fehlte mir da tatsächlich etwas.

Das ist einerseits natürlich eine Einschätzung von Agenturseite. Es kann sein, dass gerade die anwesenden Inhouse-Teams und Ansprechpartner gerade davon besonders profitierten. Und genau in diese Kerbe schlägt das Line-Up mit Speakern von Google, Telekom, Spiegel Online und HomeToGo. Um andere SEO-Agenturen oder gar die “alten Hasen” anzusprechen braucht es aber wahrscheinlich auch immer etwas provokante heiße Luft, über die man dann diskutieren kann.

Wenn es also, wie ich sehr hoffe, 2021 in Würzburg mit dem eoSearchSummit weiter geht, komme ich gerne wieder. Und freue mich auf mehr Diskussionspotenzial in ausgesuchten Vorträgen. Wahrscheinlich kommt das zwar auch dann nicht in der Fragerunde nach einem Vortrag auf, aber vielleicht dafür umso stärker bei Essen und Networking.

Darauf freue ich mich schon jetzt.

Weitere Recaps zum eoSearchSummit 2020:

Würzburg ist weit?

Für alle Interessenten an Online Marketing und SEO im Westen und Nordwesten veranstalten wir in Münster die Online Marketing MeetUps. Jeden Monat kommt ein Speaker für einen kostenlosen Vortrag zu uns und diskutiert mit Euch in der Fragerunde und beim Networking.

Online-Profession bei der BLOO:CON Konferenz 2020 in Münster

Online-Profession bei der BLOO:CON Konferenz 2020 in Münster

Am 30.01.2020 fand in Münster das 8. Mal die BLOO:CON statt. Bekannte Namen und neue Gesichter aus der Online-Marketing-Welt mischten sich in Vorträgen, Pausen und Rahmenprogramm. Die Strategie-Update-Konferenz der BLOO:CON veranschaulichte perfekt zum Jahresbeginn die Neuheiten und Zukunftsaussichten der Online-Marketing-Branche. Die SEAs, SEOs und Online-Redakteure verschiedenster Unternehmen wurden mit angenehmen Vorträgen von Thema zu Thema geführt und aufgeklärt. Auch dieses Jahr hat Online-Profession wieder teilgenommen. In unserem Recap erfahrt ihr mehr.

BLOO:CON: Strategie-Update-Konferenz

Auch bei ihrer 8. Konferenz bemühte sich das Bloofusion-Team um Markus Hövener wieder um zahlreiche interessante Vorträge im beeindruckenden Rahmen des Stadthotels Münster. Dieses Jahr überzeugte die BLOO:CON wieder mit ihrer Expertise im Online-Marketing:

 

 

  • mit 150 Teilnehmern komplett ausgebucht
  • 8 informative und unterhaltende Vorträge
  • ausgewogenes Programm mit Top-Speakern und Newcomern
  • großzügige Pausen & Get-Together zum Austauschen und Netzwerken
  • im wunderschön-modernen Stadthotel in Münster

 

Auch Kontakte knüpften sich in den gemütlichen Tagungsraum des Hotels schnell und das Get-Together im Foyer läutete einen ungezwungenen Ausklang ein.

Facebook, Google & Co: Das Bloofusion-Team blickt in die Zukunft

Auf die Frage “Wohin entwickeln sich Google, Facebook & Co.?” lieferte das Bloofusion-Team zahlreiche Ansätze und Touchpoints für servierbereite Anwendungsmöglichkeiten:

 

  • neue Content-Formate wie Quizzes, Umfragen, Tools, Rechner & Konfigurationen um Daten für mehr Content zu sammeln
  • Google-Bildersuche als die neue Produktsuche? Bilder werden immer wichtiger und bringen bis zu 80% Neukunden
  • Augmented Reality, virtuelle Komponenten werden in die reelle Welt übertragen
  • Google- & Facebook-Ads zielgenau und bald voll-automatisiert ?
  • Tracking, Cookies und Datenschutz im Überblick, unterstützt durch Martin Hahn (ITB Rechtsanwaltsgesellschaft mbH)

 

Cookies und Datenschutz im Zwiespalt

Die trockene Cookie-Datenschutz-Kombination wurde durch die Tracking-Einleitung von Maik Bruns und dem Datenschutz-Abschluss von Martin Hahn recht interessant und verständlich durchleuchtet. Das Thema, bei dem es nicht die eine richtige Lösung gibt, wurde von den beiden systematisch abgearbeitet und die einzelnen Protagonisten im Verhältnis zueinander aufgeklärt.

Neue Kenntnisse und Umsetzungsleitfäden für jeden

Im Content-Marketing-Update wurde die Analyse zur Customer Journey bis zur detaillierten Marketing-Strategie herunter gebrochen und beispielhaft erläutert. Eine “Schritt für Schritt”-Strategie wurde den Besuchern umsetzungsbereit mit an die Hand gegeben. Und auch die SEOs wurden nicht vergessen: Markus Hövener erklärte, warum manches Unternehmen an Google-Sichtbarkeit gewinnt, während ein anderes verliert. Wenn euer Unternehmen eine schlechte Sichtbarkeit hat, dann lasst euch nicht all zu sehr von der niedrigen Zahl täuschen. Markus Hövener klärt auf: “Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss”. Genau das fasst meiner Meinung nach das ganze Thema sehr gut zusammen. Schaut euch euren Wettbewerb an und seid einen Schritt voraus. Detailliert gibt es einen 8-Punkte-Plan an die Hand, der zusammengefasst in einem Satz lautet: Ein vollständiger, stets aktueller Content mit viel Expertenwissen, Autorität und Vertrauen, ohne negativen Content spielt deiner Seite sehr gut in die Karten.

Der 15 Punkte-Abschluss für die direkte Umsetzung

Zum Schluss gab es noch ganz quick & dirty 15 konkrete Online-Marketing-Tipps, die den meisten Inhalt der Konferenz schön zusammengefasst wiedergaben. 15 Themen, die das Bloofusion-Team abwechselnd in kurzen Vorträgen für uns präsentiert hat. (P.S.: Am Ende waren es doch nur 14 🤫)

 

 

  1. UX-Playbooks
  2. Shopping – Kampagnen mit Partnern in Google Ads
  3. Google My Business
  4. Discovery Kampagnen
  5. Google Data Studio
  6. Page Speed
  7. Lokale Kampagnen
  8. Ziele definieren, Content strategisch planen
  9. Event Search
  10. Denke groß!
  11. Bedingte Anzeigen
  12. Mehrere Standbeine nutzen
  13. Google Ads bei der Bilderstellung bedenken
  14. It’s all about the creative!

Unser Fazit

Wie jedes Jahr war die BLOO:CON auch 2020 sehr informativ und eine Bereicherung für jeden Teilnehmer. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Markus Hövener und dem gesamten Team hinter der BLOO:CON und freuen uns bereits auf das nächste Jahr! #bloocon2020

18. Münster Online Marketing Meetup: Die Customer Journey im Online-Marketing mit Michael Janssen

18. Münster Online Marketing Meetup: Die Customer Journey im Online-Marketing mit Michael Janssen

Der volle Titel war bei diesem Online Marketing Meetup wichtig: “‘Die Customer Journey im Online-Marketing’ Tipps, Tricks und Fallstricke bei der Erfassung der Customer Journey in der Web-Analyse.” Denn zu lernen gab es viel, aber weniger zur Customer Journey an sich, sondern zu den Möglichkeiten sie analytisch zu erfassen. Und genau dafür war mit Michael Janssen von SISU Digital ein engagierter Experte beim 18. Online Marketing Meetup in Münster.

Keine Reise ohne Ziel

“Völlig egal welche Customer Journeys wir im eigenen Online-Geschäft vermutet, um sie erfolgreich zu analysieren, brauchen wir Ziele. Zum einen sind das natürlich im Unternehmen generell akzeptierte Unternehmensziele. Wenn es daran scheitert, dann hilft auch kein Marketing.

Zum anderen sind das Ziele auf der eigenen Webseite, die in Webanalyse-Programmen, wie Google Analytics auch hinterlegt sein müssen. Welche Aktion eines Besuchers ist ein Ziel? Da können die Meinungen in Abteilungen schon einmal auseinandergehen. Neben einem Kauf kann das beispielsweise auch der Besuch einer Hilfeseite ohne anschließenden Anruf sein.

Überhaupt ist laut Michael Janssen Analytics ohne hinterlegte Ziele nicht sinnvoll. Im Bezug auf die Customer Journey gilt: Nur mit Zielvorhaben, denen am besten auch ein (Arbeits-)Wert zugewiesen wurde, greift die Analyse der Customer Journey. In Google Analytics gibt es dazu die Metrik “Seitenwert”.

 

Analytics ohne Ziele? Da kann man sich auch den ganzen DSCGVO-Aufwand sparen und das Tracking ganz lassen.

Michael Janssen

SISU Digital

Attribution – Die Suche nach dem richtigen Modell

Damit man die verschiedenen Aspekte und Kanäle der User Journey bewerten kann, gibt es verschiedenen Modelle, mit denen der Anteil eines Kanals an Konversionen bewertet werden kann. Denn das bestimmt die Ausgabe des Seitenwerts. Die große Frage ist allerdings die nach der Gewichtung.

Welchem Kontaktpunkt wird welcher Anteil an der erfolgreichen Konversion am Ende der Customer Journey zugeordnet? 

    Gute Ziele haben am Ende ein €- oder %-Zeichen.

    Michael Janssen

    SISU Digital

    Damit man die verschiedenen Aspekte und Kanäle der User Journey bewerten kann, gibt es verschiedenen Modelle, mit denen der Anteil eines Kanals an Konversionen bewertet werden kann. Denn das bestimmt die Ausgabe des Seitenwerts. Die große Frage ist allerdings die nach der Gewichtung.

    Welchem Kontaktpunkt wird welcher Anteil an der erfolgreichen Konversion am Ende der Customer Journey zugeordnet? 

    Dafür gibt es mehrere Attributionsmodelle zur Auswahl. Standard in Analytics ist beispielsweise der Last-indirect-Click, während Werbeanbieter, wie Facebook und Google Ads, aus ihrer Sicht verständlich den letzten eigenen Klick vor der Konversion alleine als Konversions-Klick werten. In Google Analytics gibt es daneben die Attribution der Konversion auf die Besuche in der Customer Journey:

    • Erster Klick: Die Konversion wird dem ersten Besuch zugeordnet, der den Kontakt zum späteren Kunden hergestellt hat.
    • Linear: Alle Besuche werden anteilig an der Konversion gleich gewichtet.
    • Zeitverlauf: Je näher ein Besuch an der Konversion ist, desto stärker wird er gewichtet.
    • Positionsbasiert: Der erste und letzte Besuch werden besonders stark gewichtet. Die sehr einprägsame “Badewanne”.

    Und als Option bei Konten mit ausreichend großer Datenbasis:

    • Datengetrieben: Eine algorithmische Black-Box gewichtet und verteilt “anhand der bisherigen Daten”.

    Die Empfehlung: Weniger Arbeit für Attribution, mehr für saubere Daten

    blieben Die große Hauptaussage, die Michael Janssen an dieser Stelle in den Raum stellte war: Die meisten Unternehmen sollten sich über Attribution gar keine Gedanken machen.

    Erst wenn die Webanalyse wirklich sauber läuft, alle Kanäle richtig erfasst, definierte Ziele misst und dann nachgewiesen wird, dass in vielen Fällen mehrere Marketing-Kanäle an einer Konversion beteiligt sind – erst dann und nicht vorher ist die Attribution der Konversion unter diesen Kanälen relevant.

    Nach seiner Erfahrung mit den Daten zahlreicher Unternehmen ist der Anteil von Konversionen, die beim ersten oder zweiten messbaren Besuch zur Konversion kommen, meist höher, als man denkt. Datengetriebenes Optimieren der Customer Journey lohnt sich laut Michael Janssen aber erst, wenn die Daten sauber sind und einen zum Aufwand passenden Anteil der Konversionen stärkt.

    Michael Janssen wäre nicht er selbst, wenn es dann nicht noch ein paar Tipps für bessere Datenqualität in Google Analytics hätte. Seine Themen “Konversion-Diebe” und Umgang mit direct Traffic wurden direkt mit Ergänzungen aus dem Publikum flankiert. Mit Maik Bruns saß dort nämlich gleich noch ein weiterer sehr guter Webanalyst. Bei den Fragen und auch bei den weiteren Gesprächen ging es deshalb besonders interessant weiter, wenn sich beide gegenseitig die Bälle zuspielten.

    Die perfekte Customer Journey: Besuch, Kauf, fertig. – Haben viele.

    Michael Janssen

    SISU Digital

    Pareto: Wenn 80%+ der Konversionen im ersten und zweiten Besuch passieren, dann ist die Customer Journey wahrscheinlich nicht der beste Hebel zum Erfolg.

    Michael Janssen

    SISU Digital

    Das Fazit

    Die User Journey datengetrieben zu analysieren und zu optimieren kann ein guter Hebel sein die Konversionen zu steigern. Besonders Berichte zum Seitenwert und der Attribution von Konversionen zu den beteiligten Marketing-Kanälen sind dabei mächtige Entscheidungshilfen.

    Um das Potenzial im eigenen Unternehmen und den Stellenwert längerer User Journeys aber richtig einzuschätzen, braucht man zuerst einmal saubere Daten, gute Zielvorhaben und das Know-How diese Daten richtig zu interpretieren. Nach dem Meetup mit Michael Janssen kennen die Teilnehmer auch direkt einige Hebel diese Voraussetzungen zu verbessern. 

    17. Münster-Online-Marketing-Meetup: 10 Tipps für die Texterstellung

    17. Münster-Online-Marketing-Meetup: 10 Tipps für die Texterstellung

    Etwa 30 Gäste haben im Dezember dem letzten Meetup in 2019 gebannt gelauscht. Speakerin Christiane Sohn hat uns mit viel Leidenschaft für das geschriebene Wort auf eine Reise durch die Kreation neuer frischer und frecher Texte genommen. Ihre Tipps wollen wir hier mit euch teilen!

    Push up your Content!

    Christiane schreibt schon seit Jahren sehr erfolgreich und ist eine echte Expertin auf dem Gebiet des emotionalen Schreibens. Sie weiß, was ein Text braucht, um den Leser zu fesseln, und wie wichtig es dabei ist, Spaß zu haben und zu vermitteln.
    Kurzum: Ein guter Text tritt mit dem Leser bzw. dem Kunden in Kommunikation! 🤓 📝 ​✏️

    1. Spring rein in das Thema

    Ohne persönlichem Bezug des Textes zum Leser, wird dieser also nicht viel erreichen. In den ersten drei Sekunden muss es „klick“ machen! Aber wie kann ich das schaffen? Einfach gesagt muss sich der Kunde sofort wiederfinden. Der Leser muss sich mit seinem Problem in deinem Text erkennen. Er braucht diesen Aha!-Effekt der Identifikation. Hilfreich können hierbei außerdem CTAs, also auffordernde Buttons und dergleichen, sein, da sie den Besucher ganz konkret ansprechen und zu einer Handlung auffordern.

    2. Tipp: Gestalte deinen Text für alle Leser

    Jeder liest anders. Während der eine nur überfliegt, saugt der andere Leser alle Wörter in sich auf. Umso wichtiger ist es, möglichst viele verschiedene Lesertypen und Perspektiven zu beachten. So geht’s: Gib deinem Text Struktur, nutze Fettsetzungen, Bulletpoints, Zwischenüberschriften und mehr. Je strukturierter dein Text ist, desto leichter kannst du unterschiedliche Lesearten bedienen.

    3. Tipp: Mache deine Texte leicht lesbar

    Um Texte fluffig-leicht zu gestalten, helfen Content-Tools, mit denen zum Beispiel der Flesch-Wert eines Textes ermittelt werden kann (der Flesch-Wert beschreibt die Lesbarkeit eines Textes, je höher er ist, desto verständlicher ist der Text). Um mehr Freude beim Lesen zu erzeugen, können zusätzlich kürzere Wörter und Sätze formuliert werden. So kann der Leser ganz entspannt durch deinen Text schweben.

    4. Texte und komponiere

    Christiane sagt: Als Texter bist du auch Komponist! Es kommt auf eine ausgewogene – gut komponierte – Mischung aus langen und kurzen Sätzen an. Denn so lässt sich die Aufmerksamkeit deiner Leser bewusst lenken.

    5. Bändige das Chaos im Kopf

    Wie lässt sich Chaos im Text beheben? Ganz einfach: Vermeide Dopplungen und Redundanzen, kürze, wo du kannst, gestalte deinen Text so angenehm lesbar wie nur möglich. Als Richtlinie kannst du dir merken: Ein Satz ist ein Gedanke.

    6. Texte und male

    Mit deinen Texten kannst du Bilder im Kopf deiner Leser malen. Knüpfe an Erinnerungen an, nutze Metapher und docke bei der Vorstellungskraft deiner Leserschaft an. So bleibt dein Text spannend – und im Kopf!

    7. Sei aktiv

    Ein besonders wichtiger Punkt bei der Texterstellung ist der Grundsatz Passiv, Konjunktiv und Co zu vermeiden. Aktiv formulierte Texte sind immer spannender. Und Langeweile ist wahrscheinlich das letzte Gefühl, dass du in deinen Texten auslösen möchtest.

    8. Respektiere deinen Leser

    Zum Respekt gegenüber deiner Leserschaft gehören eine einwandfreie Rechtschreibung, die richtige Kommasetzung und ein guter Ausdruck. Schreibe „auf den Punkt“, schweife nicht zu sehr ab und biete einen Mehrwert.

    9. Low flow? Oh no!

    Bei Tipp 9 spricht Christiane eine Warnung aus: Wenn du mit schlechter Stimmung schreibst, wird dein Leser das auch herauslesen. Natürlich ist es nicht immer so einfach gemacht, stets mit guter Laune zu arbeiten. Sei dir deshalb einfach etwas bewusster, dass du bestimmte Gefühle mit deinem Text vermitteln kannst – und nutze dies zu deinem Vorteil!

    10. Mach es einfach

    Zu guter Letzt noch ein kleiner Appell aus dem letzten Meetup des vergangenen Jahres: Trau dich, sei mutig, mach es einfach 😉

    Aus dem Leben eines Texters

    Christiane hat uns gezeigt, mit welchen kleinen und großen Mitteln sich Texte fluffig und leicht gestalten lassen können. Vor allem für Schreibanfänger war dieses Meetup vollgepackt mit Tipps und Tricks. Doch ob alter Hase oder absoluter Neueinsteiger, Texten ist kein Hexenwerk. Wie jedes Handwerk kann man auch das Schreiben von verschiedenen Texten lernen. Man braucht nur Zeit, Geduld und den Willen dazu 🙂

    16. Münster-Online-Marketing-Meetup: Site-Clinic

    16. Münster-Online-Marketing-Meetup: Site-Clinic

    Für den November ließen es sich unsere SEO-Profis nicht nehmen und stellten sich in der Live-Site-Clinic den eingereichten Webseiten einiger Teilnehmer. Wie viel Kritik und Lob am Ende übrig blieben und worauf es bei einer grundsätzlichen Analyse von Webseiten wirklich ankommt, berichten wir euch jetzt!

    Rund 40 Teilnehmer lauschten gebannt den Erklärungen von Martin Witte und Sebastian Slawik. Als waschechte SEO-Experten arbeiteten sie sich durch die Analyse verschiedener Webseiten anwesender Teilnehmer. Doch, was genau ist eigentlich eine Site-Clinic, die so sehr nach Operation und Krankenhaus klingt? Im Vorfeld hatten Kunden die Möglichkeit ihre Webseiten bei uns einzureichen, damit diese live vor Ort auf Herz und Nieren geprüft werden. Die Ergebnisse wurden dann im Site-Clinic-Meetup am 21.11.2019 vorgestellt. 

    Jeder Punkt der ausführlichen Webseiten-Analyse zielt darauf ab, dass schnelle, effiziente und nachhaltige Lösungen abgeleitet werden können. Ist beispielsweise die Ladezeit der Webseite zu hoch, könnte es an zu großen Bildern liegen. Verkleinert man diese, kann das schon einen gewaltigen Unterschied machen!

    Schritt für Schritt:

    Die Webseiten-Analyse

    1. Worauf ist die Webseite ausgerichtet?

    Fokus: Ziele, Keywords, Konversionen, Tracking von Besucherdaten, usw.

    2. Wie ist der aktuelle Stand der Webseite?

    Site-Abfrage: Welche Seiten sind im Google-Index?
    Brandsuche: Wie sehen die Ergebnisse bei Google aus, wenn man nach dem Firmennamen/der Marke sucht?
    Main-Keyword: Wie rankt das Unternehmen zum gewünschten Hauptkeyword und welche Wettbewerber tauchen dazu auf?
    Google Analytics/Google Search Console: Wie viele Leute kommen über welchen Kanal und wie sieht die Absprungrate aus?
    SEO-Tools: Wie steht es um die Sichtbarkeit? An welchen Positionen stehen die Keywords? Wie geht es den Chancenkeywords? 

    UNSER TIPP: Mit Sistrix lassen sich Keywords und Sichtbarkeit prüfen, mit Metrics verschafft ihr euch einen Überblick über die Positionen eurer Keywords und könnt Chancenkeywords entdecken.

    3. Wie sieht der technische Stand aus?

    Fokus: Überprüfung von https, Weiterleitungen, Sitemap, Robots.txt, Responsivität, Pagespeed

    UNSER TIPP: Verwendet die Google Search Console für einen guten Überblick über den technischen Stand eurer Webseite!

    4. Sind Keywordausrichtung und Seitenstruktur in Ordnung?

    Fokus: Description, Seitentitel und H1-Überschrift sollten im Einklang mit dem Hauptkeyword sein, User-Intention unterscheiden (Information vs. Kauf) und Usability checken (leitende Struktur, Handlungsempfehlungen/CTAs)

    UNSER TIPP: Mit dem Seometer checkt ihr Seitentitel und Descriptions, der Screaming Frog crawlt eure gesamte Seite auf der Suche nach Fehlern und Siteliner erkennt duplicate Content.

    5. Wie verhält es sich mit Links auf der Webseite?

    Fokus: eigenes Linkprofil und Backlinkprofil der Konkurrenz untersuchen, Linkwachstum für steigende Relevanz, verlinken und verlinkt werden in guter Balance, sinnvolle Ankertexte

    UNSER TIPP: Mit dem Tool ahrefs.com könnt ihr sehen, wie viele Links (= Empfehlungen) eure Webseite hat.

    6. Wie geht es der Reputation der Webseite?

    Fokus: Suchergebnisse des Namens/der Marke, Google MyBusiness-Account, Bewertungen, Social Media, usw.

    UNSER TIPP: mention.io erleichtert das Überprüfen des eigenen Online-Rufs.

    Unser Fazit

    Nicht jede der analysierten Webseiten hat den kritischen Augen von Martin und Sebastian Stand halten können. Sicherlich war der ein oder andere Kritikpunkt sogar nur sehr schmerzlich für den Webseiten-Betreiber zu verkraften. Doch genau darum geht es bei einer Site-Clinic: Nichts wird schöner geredet, als es in Wahrheit ist. Nur wenn man die großen und kleinen Fehler des eigenen Webauftritts kennt und versteht, kann man daran wachsen, optimieren und online richtig durchstarten.

    Da das Internet jeden Tag an Bedeutung zunimmt, wollen auch kleine Unternehmen durch einen eigenen Webauftritt profitieren. Dass es aber nicht genügt, etwa den Inhalt eines Info-Flyers auf eine Webseite zu setzen, dürfte inzwischen klar sein. Das Internet ist ein völlig anderes Medium – entsprechend anders muss man hier auch ansetzen! Wichtig sind besonders eine intuitive Bedienbarkeit und einen inhaltlichen Mehrwert für den User zu bieten. Man muss am Ball bleiben, die eigene Webseite steht schließlich ständig auf dem Prüfstand. Behaltet deshalb die Schwachstellen eurer Webseiten mit Google Analytics und der Google Search Console immer im Blick und seid bereit, Dinge anzupacken, zu verändern und zu verbessern!

    15. Münster Online Marketing Meetup: Skalierbares Broken-Linkbuilding

    15. Münster Online Marketing Meetup: Skalierbares Broken-Linkbuilding

    Trotz recht hoher Anmeldezahlen war es dann doch eine überschaubare Ansammlung von Interessierten, die Matthias Kampmann zum Thema Linkbuilding mithilfe von Broken Links begrüßen durfte.

    Mit seinem Vortrag bot Matthias Kampmann, geschäftsführender Gesellschafter der DREIKON OHG aus Münster, einen spannenden Workflow für den Aufbau von Links für eigene oder Kundenprojekte. Im Fokus steht dabei die Recherche nach nicht funktionierenden Verlinkungen.

    Broken Links entstehen, wenn ein Webseitenbetreiber sich dazu entschließt, Inhalte von seiner Website zu entfernen, auf die aber von anderen Websites verlinkt werden. Da der Webseitenbetreiber nicht jeden davon darüber unterrichtet, dass er Inhalte gelöscht oder verschoben hat, bleiben Links auf anderen Websites oftmals unkontrolliert und bestehen. Hier bietet sich ein Ansatz aus dem Workflow von Matthias Kampmann an: Wenn man selbst ähnliche Inhalte als die gelöschten besitzt, schreibt man die Webseiten an, die auf den gelöschten Inhalt verlinken, und bietet ihnen an, seinen eigenen Inhalt auf diese zu verlinken. Zack, schon hat man wieder einen Link mehr in seinem Backlinkprofil!

    Matthias Kampmann von DREIKON GmbH stellt seinen Workflow für skalierbares Broken Linkbuilding vor.
    Interessante Zuhörer beim 15. Münsteraner Online Marketing Meetup zum Thema Linkaufbau mit broken Links
    Matthias Kampmann erklärt seinen Workflow um mit Broken Links professionelles Linkbuilding durchzuführen.

    Goldgräberstimmung bei der Suche nach Link-Nuggets

    Allerdings ist die Recherche nach Broken Links mit der Tätigkeit des Goldschürfens vergleichbar. Ganz so einfach und schnell gelangt man leider nicht an potenzielle Websites, die auf nicht mehr existierende Inhalte verweisen, zu denen man selbst aber Alternativen anzubieten hat.

    Damit nun aber doch ein paar Goldnuggets in der Pfanne landen, ist es essentiell, dass eine große Menge an Informationen im Vorfeld für die Auswertung zur Verfügung steht. Eine ausführliche Recherche nach Suchbegriffen in Kombination mit Operatoren wie “Links”, “Empfehlungen”, etc. liefert bei Google eine ansehnliche Liste mit in Frage kommenden URLs, auf denen nach Broken Links gesucht werden kann. Ein nützliches Tool hierbei ist das gute alte Scrape Box, das Schweizer Taschenmesser der SEO. Mithilfe des Keyword-Harvesters und ein paar Proxies liefert Scrape Box dann in Windeseile eine Liste mit URLs, die dann im zweiten Schritt wieder mit Scrape Box nach Broken Links durchsucht werden können. Selbstverständlich darf aber auch das wesentlichste SEO-Tool, das “Brain 2.0”, verwendet werden, um die Ergebnisse auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen.

    Lohnende Links auswerten mit Backlinkdatenbanken

    Backlinkdatenbanken wie Majestic SEO oder ahrefs.com liefern anschließend Informationen zu den in Frage kommenden Linkquellen und können einschätzen, ob es sich überhaupt lohnt Links von den jeweiligen Seiten zu erbeten.

    Nach und nach erhält man so eine Liste mit Domains, von denen ein Broken Link zu einem Inhalt ausgeht, zu dem man selbst eine Alternative anbieten könnte. Matthias nutzt in der Abwicklung der Kommunikation das Programm Pitchbox. Ein wenig Fleißarbeit ist hier noch von Nöten, um die Kontaktdaten der Websites herauszufinden. Und dann braucht es noch griffige E-Mail-Templates, um über das Programm die Linkanfragen abzuschicken.

    Zusammenfassend bedeutet das also:

    • über Suchbegriffe zum eigenen Thema in Kombination mit Operatoren wie “Links”, “Linkempfehlung”, etc. eine große Liste an URLs sammeln
    • diese URLs nach Broken Links durchsuchen
    • nicht mehr existierende Inhalte überprüfen, ob eigene Inhalte vorhanden sind, ggf. selbst erstellen lassen
    • Webseiten mit Broken Links anschreiben und eigenen Content als Alternative zur Verlinkung anbieten
    Für Broken Linkbuilding werden nur wenige Tools benötigt um mit dem Goldschürfen nach Linknuggets zu beginnen.
    Matze rät beim Broken Linkbuilding so viele Daten wie möglich im Vorfeld zu sammeln um ein besseres Aufwand Nutzen Verhältnis zu erreichen.
    Matthias Kampmann auf dem 15. Münsteraner Online Marketing Meetup

    Als “Special Tipp” nannte Matthias Kampmann noch das Buch von Eric Ward, “Ultimate Guide to Linkbuilding”, welches auch direkt vom Chef für die eigene Online-Profession Bibliothek bestellt wurde.

    Meetup verpasst und völlig ohne Wissen, wie der Backlinkaufbau mit Broken Backlinks funktioniert?
    Sie brauchen Backlinks? Wir helfen weiter!