18. Münster Online Marketing Meetup: Die Customer Journey im Online-Marketing mit Michael Janssen

18. Münster Online Marketing Meetup: Die Customer Journey im Online-Marketing mit Michael Janssen

Der volle Titel war bei diesem Online Marketing Meetup wichtig: „‚Die Customer Journey im Online-Marketing‘ Tipps, Tricks und Fallstricke bei der Erfassung der Customer Journey in der Web-Analyse.“ Denn zu lernen gab es viel, aber weniger zur Customer Journey an sich, sondern zu den Möglichkeiten sie analytisch zu erfassen. Und genau dafür war mit Michael Janssen von SISU Digital ein engagierter Experte beim 18. Online Marketing Meetup in Münster.

Keine Reise ohne Ziel

„Völlig egal welche Customer Journeys wir im eigenen Online-Geschäft vermutet, um sie erfolgreich zu analysieren, brauchen wir Ziele. Zum einen sind das natürlich im Unternehmen generell akzeptierte Unternehmensziele. Wenn es daran scheitert, dann hilft auch kein Marketing.

Zum anderen sind das Ziele auf der eigenen Webseite, die in Webanalyse-Programmen, wie Google Analytics auch hinterlegt sein müssen. Welche Aktion eines Besuchers ist ein Ziel? Da können die Meinungen in Abteilungen schon einmal auseinandergehen. Neben einem Kauf kann das beispielsweise auch der Besuch einer Hilfeseite ohne anschließenden Anruf sein.

Überhaupt ist laut Michael Janssen Analytics ohne hinterlegte Ziele nicht sinnvoll. Im Bezug auf die Customer Journey gilt: Nur mit Zielvorhaben, denen am besten auch ein (Arbeits-)Wert zugewiesen wurde, greift die Analyse der Customer Journey. In Google Analytics gibt es dazu die Metrik „Seitenwert“.

 

Analytics ohne Ziele? Da kann man sich auch den ganzen DSCGVO-Aufwand sparen und das Tracking ganz lassen.

Michael Janssen

SISU Digital

Attribution – Die Suche nach dem richtigen Modell

Damit man die verschiedenen Aspekte und Kanäle der User Journey bewerten kann, gibt es verschiedenen Modelle, mit denen der Anteil eines Kanals an Konversionen bewertet werden kann. Denn das bestimmt die Ausgabe des Seitenwerts. Die große Frage ist allerdings die nach der Gewichtung.

Welchem Kontaktpunkt wird welcher Anteil an der erfolgreichen Konversion am Ende der Customer Journey zugeordnet? 

    Gute Ziele haben am Ende ein €- oder %-Zeichen.

    Michael Janssen

    SISU Digital

    Damit man die verschiedenen Aspekte und Kanäle der User Journey bewerten kann, gibt es verschiedenen Modelle, mit denen der Anteil eines Kanals an Konversionen bewertet werden kann. Denn das bestimmt die Ausgabe des Seitenwerts. Die große Frage ist allerdings die nach der Gewichtung.

    Welchem Kontaktpunkt wird welcher Anteil an der erfolgreichen Konversion am Ende der Customer Journey zugeordnet? 

    Dafür gibt es mehrere Attributionsmodelle zur Auswahl. Standard in Analytics ist beispielsweise der Last-indirect-Click, während Werbeanbieter, wie Facebook und Google Ads, aus ihrer Sicht verständlich den letzten eigenen Klick vor der Konversion alleine als Konversions-Klick werten. In Google Analytics gibt es daneben die Attribution der Konversion auf die Besuche in der Customer Journey:

    • Erster Klick: Die Konversion wird dem ersten Besuch zugeordnet, der den Kontakt zum späteren Kunden hergestellt hat.
    • Linear: Alle Besuche werden anteilig an der Konversion gleich gewichtet.
    • Zeitverlauf: Je näher ein Besuch an der Konversion ist, desto stärker wird er gewichtet.
    • Positionsbasiert: Der erste und letzte Besuch werden besonders stark gewichtet. Die sehr einprägsame „Badewanne“.

    Und als Option bei Konten mit ausreichend großer Datenbasis:

    • Datengetrieben: Eine algorithmische Black-Box gewichtet und verteilt „anhand der bisherigen Daten“.

    Die Empfehlung: Weniger Arbeit für Attribution, mehr für saubere Daten

    blieben Die große Hauptaussage, die Michael Janssen an dieser Stelle in den Raum stellte war: Die meisten Unternehmen sollten sich über Attribution gar keine Gedanken machen.

    Erst wenn die Webanalyse wirklich sauber läuft, alle Kanäle richtig erfasst, definierte Ziele misst und dann nachgewiesen wird, dass in vielen Fällen mehrere Marketing-Kanäle an einer Konversion beteiligt sind – erst dann und nicht vorher ist die Attribution der Konversion unter diesen Kanälen relevant.

    Nach seiner Erfahrung mit den Daten zahlreicher Unternehmen ist der Anteil von Konversionen, die beim ersten oder zweiten messbaren Besuch zur Konversion kommen, meist höher, als man denkt. Datengetriebenes Optimieren der Customer Journey lohnt sich laut Michael Janssen aber erst, wenn die Daten sauber sind und einen zum Aufwand passenden Anteil der Konversionen stärkt.

    Michael Janssen wäre nicht er selbst, wenn es dann nicht noch ein paar Tipps für bessere Datenqualität in Google Analytics hätte. Seine Themen „Konversion-Diebe“ und Umgang mit direct Traffic wurden direkt mit Ergänzungen aus dem Publikum flankiert. Mit Maik Bruns saß dort nämlich gleich noch ein weiterer sehr guter Webanalyst. Bei den Fragen und auch bei den weiteren Gesprächen ging es deshalb besonders interessant weiter, wenn sich beide gegenseitig die Bälle zuspielten.

    Die perfekte Customer Journey: Besuch, Kauf, fertig. – Haben viele.

    Michael Janssen

    SISU Digital

    Pareto: Wenn 80%+ der Konversionen im ersten und zweiten Besuch passieren, dann ist die Customer Journey wahrscheinlich nicht der beste Hebel zum Erfolg.

    Michael Janssen

    SISU Digital

    Das Fazit

    Die User Journey datengetrieben zu analysieren und zu optimieren kann ein guter Hebel sein die Konversionen zu steigern. Besonders Berichte zum Seitenwert und der Attribution von Konversionen zu den beteiligten Marketing-Kanälen sind dabei mächtige Entscheidungshilfen.

    Um das Potenzial im eigenen Unternehmen und den Stellenwert längerer User Journeys aber richtig einzuschätzen, braucht man zuerst einmal saubere Daten, gute Zielvorhaben und das Know-How diese Daten richtig zu interpretieren. Nach dem Meetup mit Michael Janssen kennen die Teilnehmer auch direkt einige Hebel diese Voraussetzungen zu verbessern. 

    17. Münster-Online-Marketing-Meetup: 10 Tipps für die Texterstellung

    17. Münster-Online-Marketing-Meetup: 10 Tipps für die Texterstellung

    Etwa 30 Gäste haben im Dezember dem letzten Meetup in 2019 gebannt gelauscht. Speakerin Christiane Sohn hat uns mit viel Leidenschaft für das geschriebene Wort auf eine Reise durch die Kreation neuer frischer und frecher Texte genommen. Ihre Tipps wollen wir hier mit euch teilen!

    Push up your Content!

    Christiane schreibt schon seit Jahren sehr erfolgreich und ist eine echte Expertin auf dem Gebiet des emotionalen Schreibens. Sie weiß, was ein Text braucht, um den Leser zu fesseln, und wie wichtig es dabei ist, Spaß zu haben und zu vermitteln.
    Kurzum: Ein guter Text tritt mit dem Leser bzw. dem Kunden in Kommunikation! ???? ???? ​✏️

    1. Spring rein in das Thema

    Ohne persönlichem Bezug des Textes zum Leser, wird dieser also nicht viel erreichen. In den ersten drei Sekunden muss es „klick“ machen! Aber wie kann ich das schaffen? Einfach gesagt muss sich der Kunde sofort wiederfinden. Der Leser muss sich mit seinem Problem in deinem Text erkennen. Er braucht diesen Aha!-Effekt der Identifikation. Hilfreich können hierbei außerdem CTAs, also auffordernde Buttons und dergleichen, sein, da sie den Besucher ganz konkret ansprechen und zu einer Handlung auffordern.

    2. Tipp: Gestalte deinen Text für alle Leser

    Jeder liest anders. Während der eine nur überfliegt, saugt der andere Leser alle Wörter in sich auf. Umso wichtiger ist es, möglichst viele verschiedene Lesertypen und Perspektiven zu beachten. So geht’s: Gib deinem Text Struktur, nutze Fettsetzungen, Bulletpoints, Zwischenüberschriften und mehr. Je strukturierter dein Text ist, desto leichter kannst du unterschiedliche Lesearten bedienen.

    3. Tipp: Mache deine Texte leicht lesbar

    Um Texte fluffig-leicht zu gestalten, helfen Content-Tools, mit denen zum Beispiel der Flesch-Wert eines Textes ermittelt werden kann (der Flesch-Wert beschreibt die Lesbarkeit eines Textes, je höher er ist, desto verständlicher ist der Text). Um mehr Freude beim Lesen zu erzeugen, können zusätzlich kürzere Wörter und Sätze formuliert werden. So kann der Leser ganz entspannt durch deinen Text schweben.

    4. Texte und komponiere

    Christiane sagt: Als Texter bist du auch Komponist! Es kommt auf eine ausgewogene – gut komponierte – Mischung aus langen und kurzen Sätzen an. Denn so lässt sich die Aufmerksamkeit deiner Leser bewusst lenken.

    5. Bändige das Chaos im Kopf

    Wie lässt sich Chaos im Text beheben? Ganz einfach: Vermeide Dopplungen und Redundanzen, kürze, wo du kannst, gestalte deinen Text so angenehm lesbar wie nur möglich. Als Richtlinie kannst du dir merken: Ein Satz ist ein Gedanke.

    6. Texte und male

    Mit deinen Texten kannst du Bilder im Kopf deiner Leser malen. Knüpfe an Erinnerungen an, nutze Metapher und docke bei der Vorstellungskraft deiner Leserschaft an. So bleibt dein Text spannend – und im Kopf!

    7. Sei aktiv

    Ein besonders wichtiger Punkt bei der Texterstellung ist der Grundsatz Passiv, Konjunktiv und Co zu vermeiden. Aktiv formulierte Texte sind immer spannender. Und Langeweile ist wahrscheinlich das letzte Gefühl, dass du in deinen Texten auslösen möchtest.

    8. Respektiere deinen Leser

    Zum Respekt gegenüber deiner Leserschaft gehören eine einwandfreie Rechtschreibung, die richtige Kommasetzung und ein guter Ausdruck. Schreibe „auf den Punkt“, schweife nicht zu sehr ab und biete einen Mehrwert.

    9. Low flow? Oh no!

    Bei Tipp 9 spricht Christiane eine Warnung aus: Wenn du mit schlechter Stimmung schreibst, wird dein Leser das auch herauslesen. Natürlich ist es nicht immer so einfach gemacht, stets mit guter Laune zu arbeiten. Sei dir deshalb einfach etwas bewusster, dass du bestimmte Gefühle mit deinem Text vermitteln kannst – und nutze dies zu deinem Vorteil!

    10. Mach es einfach

    Zu guter Letzt noch ein kleiner Appell aus dem letzten Meetup des vergangenen Jahres: Trau dich, sei mutig, mach es einfach 😉

    Aus dem Leben eines Texters

    Christiane hat uns gezeigt, mit welchen kleinen und großen Mitteln sich Texte fluffig und leicht gestalten lassen können. Vor allem für Schreibanfänger war dieses Meetup vollgepackt mit Tipps und Tricks. Doch ob alter Hase oder absoluter Neueinsteiger, Texten ist kein Hexenwerk. Wie jedes Handwerk kann man auch das Schreiben von verschiedenen Texten lernen. Man braucht nur Zeit, Geduld und den Willen dazu 🙂

    16. Münster-Online-Marketing-Meetup: Site-Clinic

    16. Münster-Online-Marketing-Meetup: Site-Clinic

    Für den November ließen es sich unsere SEO-Profis nicht nehmen und stellten sich in der Live-Site-Clinic den eingereichten Webseiten einiger Teilnehmer. Wie viel Kritik und Lob am Ende übrig blieben und worauf es bei einer grundsätzlichen Analyse von Webseiten wirklich ankommt, berichten wir euch jetzt!

    Rund 40 Teilnehmer lauschten gebannt den Erklärungen von Martin Witte und Sebastian Slawik. Als waschechte SEO-Experten arbeiteten sie sich durch die Analyse verschiedener Webseiten anwesender Teilnehmer. Doch, was genau ist eigentlich eine Site-Clinic, die so sehr nach Operation und Krankenhaus klingt? Im Vorfeld hatten Kunden die Möglichkeit ihre Webseiten bei uns einzureichen, damit diese live vor Ort auf Herz und Nieren geprüft werden. Die Ergebnisse wurden dann im Site-Clinic-Meetup am 21.11.2019 vorgestellt. 

    Jeder Punkt der ausführlichen Webseiten-Analyse zielt darauf ab, dass schnelle, effiziente und nachhaltige Lösungen abgeleitet werden können. Ist beispielsweise die Ladezeit der Webseite zu hoch, könnte es an zu großen Bildern liegen. Verkleinert man diese, kann das schon einen gewaltigen Unterschied machen!

    Schritt für Schritt:

    Die Webseiten-Analyse

    1. Worauf ist die Webseite ausgerichtet?

    Fokus: Ziele, Keywords, Konversionen, Tracking von Besucherdaten, usw.

    2. Wie ist der aktuelle Stand der Webseite?

    Site-Abfrage: Welche Seiten sind im Google-Index?
    Brandsuche: Wie sehen die Ergebnisse bei Google aus, wenn man nach dem Firmennamen/der Marke sucht?
    Main-Keyword: Wie rankt das Unternehmen zum gewünschten Hauptkeyword und welche Wettbewerber tauchen dazu auf?
    Google Analytics/Google Search Console: Wie viele Leute kommen über welchen Kanal und wie sieht die Absprungrate aus?
    SEO-Tools: Wie steht es um die Sichtbarkeit? An welchen Positionen stehen die Keywords? Wie geht es den Chancenkeywords? 

    UNSER TIPP: Mit Sistrix lassen sich Keywords und Sichtbarkeit prüfen, mit Metrics verschafft ihr euch einen Überblick über die Positionen eurer Keywords und könnt Chancenkeywords entdecken.

    3. Wie sieht der technische Stand aus?

    Fokus: Überprüfung von https, Weiterleitungen, Sitemap, Robots.txt, Responsivität, Pagespeed

    UNSER TIPP: Verwendet die Google Search Console für einen guten Überblick über den technischen Stand eurer Webseite!

    4. Sind Keywordausrichtung und Seitenstruktur in Ordnung?

    Fokus: Description, Seitentitel und H1-Überschrift sollten im Einklang mit dem Hauptkeyword sein, User-Intention unterscheiden (Information vs. Kauf) und Usability checken (leitende Struktur, Handlungsempfehlungen/CTAs)

    UNSER TIPP: Mit dem Seometer checkt ihr Seitentitel und Descriptions, der Screaming Frog crawlt eure gesamte Seite auf der Suche nach Fehlern und Siteliner erkennt duplicate Content.

    5. Wie verhält es sich mit Links auf der Webseite?

    Fokus: eigenes Linkprofil und Backlinkprofil der Konkurrenz untersuchen, Linkwachstum für steigende Relevanz, verlinken und verlinkt werden in guter Balance, sinnvolle Ankertexte

    UNSER TIPP: Mit dem Tool ahrefs.com könnt ihr sehen, wie viele Links (= Empfehlungen) eure Webseite hat.

    6. Wie geht es der Reputation der Webseite?

    Fokus: Suchergebnisse des Namens/der Marke, Google MyBusiness-Account, Bewertungen, Social Media, usw.

    UNSER TIPP: mention.io erleichtert das Überprüfen des eigenen Online-Rufs.

    Unser Fazit

    Nicht jede der analysierten Webseiten hat den kritischen Augen von Martin und Sebastian Stand halten können. Sicherlich war der ein oder andere Kritikpunkt sogar nur sehr schmerzlich für den Webseiten-Betreiber zu verkraften. Doch genau darum geht es bei einer Site-Clinic: Nichts wird schöner geredet, als es in Wahrheit ist. Nur wenn man die großen und kleinen Fehler des eigenen Webauftritts kennt und versteht, kann man daran wachsen, optimieren und online richtig durchstarten.

    Da das Internet jeden Tag an Bedeutung zunimmt, wollen auch kleine Unternehmen durch einen eigenen Webauftritt profitieren. Dass es aber nicht genügt, etwa den Inhalt eines Info-Flyers auf eine Webseite zu setzen, dürfte inzwischen klar sein. Das Internet ist ein völlig anderes Medium – entsprechend anders muss man hier auch ansetzen! Wichtig sind besonders eine intuitive Bedienbarkeit und einen inhaltlichen Mehrwert für den User zu bieten. Man muss am Ball bleiben, die eigene Webseite steht schließlich ständig auf dem Prüfstand. Behaltet deshalb die Schwachstellen eurer Webseiten mit Google Analytics und der Google Search Console immer im Blick und seid bereit, Dinge anzupacken, zu verändern und zu verbessern!

    15. Münster Online Marketing Meetup: Skalierbares Broken-Linkbuilding

    15. Münster Online Marketing Meetup: Skalierbares Broken-Linkbuilding

    Trotz recht hoher Anmeldezahlen war es dann doch eine überschaubare Ansammlung von Interessierten, die Matthias Kampmann zum Thema Linkbuilding mithilfe von Broken Links begrüßen durfte.

    Mit seinem Vortrag bot Matthias Kampmann, geschäftsführender Gesellschafter der DREIKON OHG aus Münster, einen spannenden Workflow für den Aufbau von Links für eigene oder Kundenprojekte. Im Fokus steht dabei die Recherche nach nicht funktionierenden Verlinkungen.

    Broken Links entstehen, wenn ein Webseitenbetreiber sich dazu entschließt, Inhalte von seiner Website zu entfernen, auf die aber von anderen Websites verlinkt werden. Da der Webseitenbetreiber nicht jeden davon darüber unterrichtet, dass er Inhalte gelöscht oder verschoben hat, bleiben Links auf anderen Websites oftmals unkontrolliert und bestehen. Hier bietet sich ein Ansatz aus dem Workflow von Matthias Kampmann an: Wenn man selbst ähnliche Inhalte als die gelöschten besitzt, schreibt man die Webseiten an, die auf den gelöschten Inhalt verlinken, und bietet ihnen an, seinen eigenen Inhalt auf diese zu verlinken. Zack, schon hat man wieder einen Link mehr in seinem Backlinkprofil!

    Matthias Kampmann von DREIKON GmbH stellt seinen Workflow für skalierbares Broken Linkbuilding vor.
    Interessante Zuhörer beim 15. Münsteraner Online Marketing Meetup zum Thema Linkaufbau mit broken Links
    Matthias Kampmann erklärt seinen Workflow um mit Broken Links professionelles Linkbuilding durchzuführen.

    Goldgräberstimmung bei der Suche nach Link-Nuggets

    Allerdings ist die Recherche nach Broken Links mit der Tätigkeit des Goldschürfens vergleichbar. Ganz so einfach und schnell gelangt man leider nicht an potenzielle Websites, die auf nicht mehr existierende Inhalte verweisen, zu denen man selbst aber Alternativen anzubieten hat.

    Damit nun aber doch ein paar Goldnuggets in der Pfanne landen, ist es essentiell, dass eine große Menge an Informationen im Vorfeld für die Auswertung zur Verfügung steht. Eine ausführliche Recherche nach Suchbegriffen in Kombination mit Operatoren wie „Links“, „Empfehlungen“, etc. liefert bei Google eine ansehnliche Liste mit in Frage kommenden URLs, auf denen nach Broken Links gesucht werden kann. Ein nützliches Tool hierbei ist das gute alte Scrape Box, das Schweizer Taschenmesser der SEO. Mithilfe des Keyword-Harvesters und ein paar Proxies liefert Scrape Box dann in Windeseile eine Liste mit URLs, die dann im zweiten Schritt wieder mit Scrape Box nach Broken Links durchsucht werden können. Selbstverständlich darf aber auch das wesentlichste SEO-Tool, das „Brain 2.0“, verwendet werden, um die Ergebnisse auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen.

    Lohnende Links auswerten mit Backlinkdatenbanken

    Backlinkdatenbanken wie Majestic SEO oder ahrefs.com liefern anschließend Informationen zu den in Frage kommenden Linkquellen und können einschätzen, ob es sich überhaupt lohnt Links von den jeweiligen Seiten zu erbeten.

    Nach und nach erhält man so eine Liste mit Domains, von denen ein Broken Link zu einem Inhalt ausgeht, zu dem man selbst eine Alternative anbieten könnte. Matthias nutzt in der Abwicklung der Kommunikation das Programm Pitchbox. Ein wenig Fleißarbeit ist hier noch von Nöten, um die Kontaktdaten der Websites herauszufinden. Und dann braucht es noch griffige E-Mail-Templates, um über das Programm die Linkanfragen abzuschicken.

    Zusammenfassend bedeutet das also:

    • über Suchbegriffe zum eigenen Thema in Kombination mit Operatoren wie „Links“, „Linkempfehlung“, etc. eine große Liste an URLs sammeln
    • diese URLs nach Broken Links durchsuchen
    • nicht mehr existierende Inhalte überprüfen, ob eigene Inhalte vorhanden sind, ggf. selbst erstellen lassen
    • Webseiten mit Broken Links anschreiben und eigenen Content als Alternative zur Verlinkung anbieten
    Für Broken Linkbuilding werden nur wenige Tools benötigt um mit dem Goldschürfen nach Linknuggets zu beginnen.
    Matze rät beim Broken Linkbuilding so viele Daten wie möglich im Vorfeld zu sammeln um ein besseres Aufwand Nutzen Verhältnis zu erreichen.
    Matthias Kampmann auf dem 15. Münsteraner Online Marketing Meetup

    Als “Special Tipp” nannte Matthias Kampmann noch das Buch von Eric Ward, “Ultimate Guide to Linkbuilding”, welches auch direkt vom Chef für die eigene Online-Profession Bibliothek bestellt wurde.

    Meetup verpasst und völlig ohne Wissen, wie der Backlinkaufbau mit Broken Backlinks funktioniert?
    Sie brauchen Backlinks? Wir helfen weiter!

    OMK 2019 Recap: So war es auf der Online Marketing Konferenz in Lüneburg

    OMK 2019 Recap: So war es auf der Online Marketing Konferenz in Lüneburg

    Thomas und Phillip waren für uns am 19. September bei der diesjährigen OMK in Lüneburg dabei. Um möglichst viel mitnehmen zu können, haben sie sich vor Ort aufgeteilt. Doch bei über 40 Vorträgen auf insgesamt 7 Stages konnten sie nur einen kleinen Teil dieser riesigen Veranstaltung mitnehmen.

    Wie sie sich durch die Masse der 1.500 Teilnehmer gekämpft haben und ob sie auch immer einen Sitzplatz ergattern konnten, das berichten sie in unserem Recap!

    Von Brandlove, Customer Journey und Social Media

    Phillip ist bei Online-Profession Teil des Social Media-/Paid-Advertisment-Teams und hat sich hierzu die passenden Vorträge herausgefischt. So hat er die OMK erlebt:

    Prof. Dr. Jürgen Seitz: Marketing Innovation – Klassische Markenbildung funktioniert nicht mehr

    Der erste Vortrag, den ich besucht habe, hielt Prof. Dr. Jürgen Seitz, seines Zeichens Professor für Marketing, Media and Digital Industries an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Er beschäftigte sich mit Brandlove, wie man diese aufbaut und wie man durch bzw. mit ihr mehr Erfolg erreicht. Eine Brandlove oder auch generell eine Positionierung zu einer Marke kann durch Botschaften erreicht werden. Als Beispiel nannte Seitz Amazon: hier steht nicht die Brandlove im Vordergrund, sondern die Botschaft. Wichtig ist für uns bei Amazon also nicht die Marke an sich, vielmehr geht es uns darum, dass wir als Kunde an erster Stelle stehen, unsere Pakete pünktlich erhalten und einfach auf eine riesige Produktauswahl zugreifen können. Die Kundenerlebnisse, die persönliche Experience ist also viel wichtiger. Ich muss nicht das Produkt einer Marke lieben, sondern die Botschaft. Die Story macht den Erfolg aus.

    Aber was ist die Story des Unternehmens? Menschen lieben Geschichten und können durch besonders gute eine Brandlove aufbauen. So lässt sich im Endeffekt auch eine Marke durch Storys aufbauen. Entscheidend ist, dass der Kunde die Story der Marke und ihr Image mag. Durch einen persönlichen Bezug differenziere und bevorzuge ich die eine Marke gegenüber der anderen. Auch nicht zu unterschätzen ist der Wunsch des Kunden nach Bequemlichkeit. Beispiel Uber: Beim Taxi fahren finden wir es lästig, am Ende noch sitzen bleiben zu müssen um zu bezahlen. Kein Problem bei Uber: Hier zahlt man über die App und kann sofort aussteigen, wenn man am Ziel ist, ohne noch 1 bis 2 Minuten fürs Bezahlen zu vergeuden.

    Jens Fauldrath: OnPage SEO Audit – Warum ein Tool kein Audit kann

    Jens‘ Vortrag war richtig gut und wie von ihm gewohnt sehr unterhaltsam! Er ist Geschäftsführer und Gründer der Agentur [get:traction] und hat über Audits gesprochen. Ein Audit kann immer nur den jeweiligen IST-Zustand aufzeigen: Um diesen zu ermitteln greift Jens zunächst auf die Google-Analytics- und die Google-Search-Console-Daten zu. Nach deren Analyse folgt der Content-Audit und eine Wettbewerbsanalyse. Maßnahmen zur Optimierung lassen sich so herausfiltern – was letztendlich sehr wichtig für die Customer Journey ist!

    Ein gutes Audit führt Fehler auf ihre Ursachen zurück und berücksichtigt die Ziele der Website, sowie die Ressourcen und Fähigkeiten des Websitenbetreibers.
    Jens Fauldrath

    Geschäftsführer und Agenturgründer, [get:traction]

    Die Customer Journey durchlebt der Kunde dann in verschiedenen Phasen:

    • Non Aware = Kunde weiß noch nichts von seinem Problem
    • Problem Aware = Kunde kennt sein Problem
    • Solution Aware = Kunde kennt die Lösung zu seinem Problem
    • Product Aware = Kunde kennt das Produkt, das er für die Lösung braucht
    • Phasendurchlauf wiederholt sich so lange bis zum Kauf

    In jeder dieser Phasen muss dem Nutzer mit der richtigen Ansprache begegnet werden. Ein Nutzer in der Problem Aware-Phase kann noch nicht viel mit dem direkten Produkt anfangen. Da wird zuvor eine informative Landingpage benötigt, um die Phasen Problem Aware bzw. Solution Aware zu durchlaufen.

    Felix Beilharz: 11 knackige Social Media Hacks

    Versprochen hat Felix Beilharz, der Online-Marketing-Experte und Speaker, 11 Hacks – abgeliefert hat er am Ende 13!
    Die 5 Hacks, die mir am stärksten im Gedächtnis gebliebenen sind, lauten:

    1. Teilen von Content
    Längere Blogposts werden wesentlich öfter geteilt als kürzere – das belegt sogar eine Studie. Das Gleiche gilt für vertrauenswürdige Inhalte, welche logischerweise ebenfalls häufiger geteilt werden. Vertrauen kann man beispielsweise durch Autorenbiographien am Ende eines Blogposts erzeugen.

    2. Trigger für Viralität/Interaktion
    Emotionen sind der Trigger für Viralität/Interaktion, z.B.: Provokation und Polarisierung, Zugehörigkeit/Wir-Gefühl, Angst, Nostalgie, Narzissmus.

    3. Social Spionage
    Social Media-Ads können mit dem Tool Bigspy ausspioniert werden.

     
     

    4. Effektivere Instagram-Stories
    Es gibt Tools, mit denen man die angeschauten Punkte einer Story Ad nachvollziehen kann. Sie funktionieren sozusagen wie eine Heat Map, die anzeigt, wo genau der User hinschaut. Dadurch kann man ermitteln, dass weniger Inhalte in einer Story besser funktionieren, als viel Bling Bling, etc. Das garantiert auch, dass sich der User stärker auf die Person konzentriert, die spricht.

    5. Deeplinks für Apps
    Wenn ich auf meiner Website einfach nur mein IG-Profil verlinke und der Nutzer dort drauf klickt, öffnet das Handy den Browser und darin Instagram (denn vermutlich ist niemand im Browser auf IG angemeldet). Besser wäre es, einen Deeplink zu erstellen, der dann automatisch die App auf dem Handy öffnet. Bestes Tool dafür: www.urlgeni.us

    Über Datenanalyse, Foodboom und Keywordrecherche

    Thomas ist SEO-Consultant bei Online-Profession, ist also einem etwas anderen Interessensschwerpunkt gefolgt. Das ist sein Bericht:

    Tom Alby: Sherlock Holmes der Daten oder die Kunst der Interpretation

    Da der Raum „Masterclass 3“ im 1. Stock leider viel zu klein gewählt war, wurde ich mit vielen anderen Interessenten an der Tür abgewiesen. So habe ich mir anstelle das Vortrags von Anke Probst Tom Alby reingezogen und wie er als Sherlock Holmes Daten interpretiert. Tom Alby ist Chief Digital Transformation Officer bei Euler Hermes Deutschland. Und wie bei eigentlich jedem anderen Beitrag über Datenanalyse findet sich auch in seinem Vortrag der wohl wichtigste Anhaltspunkt wieder: Ohne Ziele sind KPIs völlig unnütz.

    Alle Daten sind sinnlos, wenn damit nichts gemacht wird.

    Tom Alby

    Chief Digital Transformation Officer, Euler Hermes Deutschland

    Auch ich habe es erlebt und bin teilweise selbst dem Wahn verfallen möglichst alle Daten zu sammeln, die ich nur kriegen kann. Rückblickend liegt ein Großteil dieser gesammelten Informationen immer noch ungenutzt auf irgendeinem Datenspeicher herum. Die dort hinein investierte Zeit hätte ich mir genauso gut sparen können und besser auf gezielte Daten und deren Analyse verwenden sollen. 

    Wenn Google Analytics auf einer Website eingebunden wird, ohne weitere Features und Tags zu implementieren, bleiben einige Informationen auf der Strecke. So beispielsweise die Verweildauer: Diese wird gemessen von der ersten (Besuch der Website) bis zur letzten Aktion auf der Website. Und genau hier liegt das Problem: Google Analytics kann nicht erkennen, wann ein Nutzer die Website verlässt, weil er durch das Verlassen der Website keine trackbare Aktion verursacht. Folglich wird die Verweildauer auch nicht korrekt berechnet.

    Google Trends ist eines der coolsten Datenanalyseprogramme von Google, wird aber von vielen Nutzern schlichtweg missverstanden. Die Informationen in Trends sind normalisierte Durchschnittswerte, die auf einen Zeitraum berechnet werden. D.h. nur weil es einen Peak bei einer Anzeige gegeben hat, bedeutet das noch lange nicht, dass es sich um einen gravierenden Zuwachs der Suchanfragen handelt. Verändert man den Zeitraum um den Peak herum, ist dieser meist gar nicht mehr vorhanden. In Trends lassen sich quasi auch Äpfel mit Birnen vergleichen. Daraus kann man dann aber natürlich selbst eine Ableitung kreieren, die einem gut passt.

    Malte Steiert: F*ck up Stories und Erfolge eines Gründers – Foodguide meets Red Bull Basement University

    Persönlich als „Foodie“-Interessierter habe ich mir die Beiträge von Malte Steiert, Co-Founder und CEO von Foodguide, und Sebastian Heinz (FOODBOOM) vorgemerkt und tatsächlich diesmal auch einen Platz bekommen.

    Herr Steiert berichtete zunächst über seine Fehler und Fehltritte in der Geschichte von Foodguide. Ein Klassiker war, dass bei der Ausstrahlung von „Die Höhle der Löwen“ sein Server die plötzliche Besucherlast nicht verarbeiten konnte. So hat er sich innerhalb kürzester Zeit 400 Ein-Stern-Bewertungen eingehandelt. Er und sein Team haben fast ein Jahr benötigt das Bewertungslevel auf mittlerweile 3,5 anzuheben.

    Anschließend ging es in dem insgesamt 20-Minütigen Beitrag um die Aktion eines großen Energy Drink-Herstellers, bei dem Studenten Ideen einreichen können, um das Leben auf dem Campus zu verbessern, zu verschönern, zu optimieren. Warum diese Aktion bei der Entstehung von Foodguide hätte helfen können, ist mir nicht ganz klar geworden. Vielleicht hätte so eine Aktion die App noch mehr beflüüügelt.

    Sebastian Heinz: Cash for Content: Wie es FOODBOOM gelingt, publizistische Arbeit im digitalen Bereich angemessen zu refinanzieren

    Die Entstehungsgeschichte von FOODBOOM und wie sich daraus die vielen verschiedenen Vermarktungsstrategien von Sebastian Heinz, dem Geschäftsführer von FOODBOOM, und seinem Team entwickelt haben war sehr unterhaltsam. FOODBOOM hat ab sofort einen Follower mehr! Dadurch, dass die vielen Rezeptportale auf UGC bauen und dementsprechend leider oftmals nicht nur fehlerhafte Rezepte, sondern auch schlechtes Bildmaterial dazu geliefert wird, hat es sich FOODBOOM zur Aufgabe gemacht, hochwertige Inhalte zu schaffen. Und das zahlt sich aus. Nicht nur, dass etliche Marken feste Kooperationen mit FOODBOOM eingegangen sind, auch eine große Supermarktkette lässt ein auf ihr eigenes Label gebrandetes Konzept von FOODBOOM umsetzen.

    Vorteil ist, dass bei den vielen Kooperationen auch zusätzliches Film- und Bildmaterial anfällt, das direkt weiterverwendet werden kann. Eine richtig gute und runde Sache.

    Norman Nielsen: Marketing in an Assistant world – So gewinne ich maximale Aufmerksamkeit!

    Aus Norman Nielsens (brandkraft) Vortrag habe ich einige Tooltipps mitgenommen: Rascasse z.B. ist eine KI-basierte Audience Intelligence. Rascasse analysiert das Online-Verhalten von definierten Zielgruppen über verschiedene Quellen hinweg. So können Zielgruppen sehr genau angesprochen werden.

    Als Customer Care-Tool empfahl Norman das Ultimate AI Tool. Die Künstliche Intelligenz gibt den Mitarbeitern im Callcenter Textvorschläge zur Behebung von Kundenproblemen. Bezüglich der Nutzung von Mobilgeräten hatte Norman für die Zuhörer den Tipp, sich mit PWA zu befassen. Die Funktion Add to Home fügt auf dem Smartphone einen Button hinzu, der mit der Website verlinkt ist. Auf dem Smartphone sieht der Button wie eine App aus. Der Nutzer klickt drauf und schon ist er im Internet auf der Website. Wenn jetzt noch Inhalte vorgeladen werden, merkt der Nutzer noch nicht einmal, wenn er sich in einem Bereich mit schlechter Netzabdeckung befindet. Die meisten Daten sind ja schon vorher geladen worden. Auch Amazon hat zum Thema Ladezeiten eine Studie durchgeführt, bei der sich herausstellte, dass bereits bei einer Verlangsamung um 100 ms mit 1% Umsatzeinbußen zu rechnen ist.

    Da Norman in seiner Vergangenheit eine Unmenge an Content hat schreiben lassen, kam er auch an AX Semantics nicht vorbei. Man lädt seine produktspezifischen Informationen hoch und die Maschine erstellt passende Produkttexte.

    Ein weiteres cooles Tool ist Talk to Transformer. Hier gibt man einen einleitenden Satz vor und die künstliche Intelligenz generiert die Fortführung der Geschichte. Zitat von Norman: „Das würde ich sogar meiner Tochter als Gute-Nacht-Geschichte vorlesen.“ Im Englischen klappt das alles ganz prima. Versuche in deutscher Sprache sind dagegen eher – naja, mittelmäßig ausgefallen.

    Alles in allem hat uns Norman etliche Tools mitgebracht, bei denen die Inhalte der eigenen Website individualisiert werden können. Mit Hilfe von Personalisierungen dieser Inhalte auf den einzelnen Nutzer lassen sich deutliche Umsatzsteigerungen erreichen, wie es bei der Website von zoro.com der Fall war. Diese hatten die Navigation an das Verhalten der Nutzer angepasst. Soll heißen: Ein männlicher Nutzer interessiert sich aufgrund seines Suchverhaltens nicht für rote Damenpumps, folglich hat zoro.com diesen Bereich der Navigation nicht eingeblendet. Das Ergebnis: 10% mehr Umsatz.

    Damit Normans Lieblingsthema „Voice Search“ nicht zu kurz kam, gab es auch hier noch ein paar Tipps, wie z.B. dass die Inhalte dringend mit Rich Snippets ausgezeichnet werden sollten und deren Inhalte entsprechend optimiert werden. Denn diese werden von den Voice Search Maschinen in 90% aller Fälle vorgelesen. Hier muss man also ein wenig Marketingverstand mit einfließen lassen, um so auch die aktuell vielleicht noch kleinere Zielgruppe abzuholen.

    Benedikt Kirch: Content-Marketingstrategie: Wie gelingt es OBI, in den Suchanfragen stets ganz oben zu landen?

    Benedikt, Team-Manager SEO bei OBI, gab Einblicke in die Strategie von OBI, die sich in allererster Linie auf hochwertigen Content stützt. Dabei geht man konkret auf die Probleme ein, die die Kunden bei ihren Heimwerkprojekten haben. So können Websitebesucher bereits bei der Beantwortung einer Frage in die Customer Journey eingefügt werden und im besten Fall zu zahlenden Kunden konvertieren.

    Bei der Priorisierung des Contents, also der Entscheidung, zu welchen Problemen und Fragen Inhalte erstellt werden, spielt eine Analyse der dazu passenden Produkte massiv mit ein.

    Wie hoch ist deren Marge? Gibt es überhaupt passende Produkte im OBI-Sortiment? Wenn nein, macht es Sinn diese Produkte mit aufzunehmen? Wie hoch ist die Nachfrage nach Produkten? …

    Ein sehr cooler Beitrag von Benedikt, der mal wieder zeigt, wie umfangreich und wichtig eine Keywordrecherche ist und welchen Nutzen in den verschiedensten Bereichen man aus den daraus gewonnenen Informationen ziehen kann.

    Ein krönender Abschluss: Influencer-Marketing

    Jean-Paul Daniel & Tom Nollau: Warum Marken immer noch bares Geld verbrennen – und wie es besser geht

    Zum Abschluss eines vollgepackten Konferenztages haben sich Phillip und Thomas einen letzten Vortrag noch zusammen angehört. Jean-Paul Daniel und Tom Nollau haben über Influencer Marketing gesprochen und ihre 3 Gebote mit den Teilnehmern geteilt:

    1. Gebot: Kampagnen ganzheitlich denken
      Influencer-Marketing sollte nie isoliert betrachtet werden, sondern immer als Teil der ganzen Kampagne.
    2. Gebot: Content von Influencern selber nutzen
      Den bereits bestehenden Content von Influencern kann man sinnvoll selber nutzen. Dafür geht man Kooperationen ein.
    3. Gebot: Wirkung immer messen
      Die Messung erfolgt über die Marktforschung. Da für Instagram höhere Budgets bereit gestellt werden können, verschieben sich die KPIs.

    Betonen kann man an dieser Stelle auch noch den Wert eines Likes oder eines Kommentares – dieser steigt logischerweise mit dem Alter des Users. Jüngere Nutzer geben ein Like oder hinterlassen einen Kommentar auch als einfaches Zeichen dafür, dass sie einen Post gesehen haben. Ältere Nutzer hingegen liken tendenziell nur, wenn sie vom jeweiligen Post überzeugt sind.

    Unser Fazit zum OMK 2019

    Wie im letzten Jahr war die OMK auch dieses Mal eine Reise wert. Schade war nur, dass man teilweise nicht in die Wunschvorträge kam, da es schlichtweg zu wenig Platz in manchen Räumen gab. Der Andrang war also extrem stark, die Besucher entsprechend motiviert und bis auf ein paar Kleinigkeiten kann man nur sagen: Danke an Web-Netz und die Leuphana Universität, die die OMK möglich machen. Wir kommen nächstes Jahr gerne wieder!

     

    Bilder: web-netz/ Jan Axmann, KAIPS Marketing und web-netz/ Kevin Nöst

    14. Münster Online Marketing Meetup: Erfolgreich durchstarten mit Instagram-Stories

    14. Münster Online Marketing Meetup: Erfolgreich durchstarten mit Instagram-Stories

    Am 19. September 2019 haben wir dem Meetup-Vortrag von Julia Leutloff, dem Head of Social Media der Online-Marketing-Agentur Bloofusion, gelauscht und viele spannende Insights in das Thema Instagram-Stories erhalten. Julia ist im Bereich Social Media-Marketing ein absoluter Profi. Und da Instagram-Stories immer wichtiger werden, waren wir kein Bisschen überrascht, wie groß der Besucherandrang war.

    Die Instagram-Story

    Eingestiegen ist Julia mit den grundsätzlichen Fakten zu Instagram-Stories: Diese wurden im August 2016 eingeführt und ermöglichen seit März 2017 den Zugriff für alle User. Bei täglich etwa 500 Millionen Nutzern kann man Instagram-Stories durchaus als den neuen Feed bezeichnen. Umso interessanter dürften sie entsprechend für Unternehmen sein. Lässt sich hier doch wunderbar Werbung platzieren und Unternehmensziele wie die Vergrößerung der Markenbekanntheit und der Reichweite ansteuern.


    Instagram-Stories für Unternehmen – darauf kommt es an:

    • für die Ads stets den Werbeanzeigenmanager nutzen
    • um 1.000 Leute zu erreichen im Schnitt ca. 3,50€ einplanen
    • Ads bewusst und nicht automatisch einbuchen

    Unternehmen profitieren dabei vor allem auch von der automatischen Vollbild-Unterstützung. So kann die eigene Zielgruppe nämlich parallel auf Instagram und Facebook erreicht werden.


    Tipp!
    Asset Customization-Funktion
    Die Grafiken sehen super aus und werden nachweislich auch von Usern angeklickt. Das beste Storyformat ist 16:9.

    Das Story-Konzept

    Wenn man eine Story-Ad erstellen will, ist es wichtig sich im ersten Schritt dazu ein Konzept zu überlegen: Was soll mit dieser Anzeige erreicht werden? Wie kann die Story dazu genutzt werden, um die vom Unternehmen vorgegebenen Ziele zu erreichen?

    Instagram bietet viele Möglichkeiten an, die jeweilige Story einzigartig zu gestalten. So sind etwa die Instagram-Tablets eine schöne Neuerung, mit der man derzeit 6-sekündige Animationen abspielen kann (allerdings momentan nur für die Ziele Traffic, App-Installation und Conversions möglich). Templates befinden sich aktuell im Rollout: Man muss sich hier zwischen Hintergrundmusik und prominenter Darstellung des CTA-Buttons entscheiden.

    Worauf muss ich noch achten?

    • Die idealen Maße einer Ad: 1920×1080 px
      > Achtung: Im oberen und unteren Videobereich müsst ihr etwas Platz lassen (jeweils ca. 13% bzw. 250px). Nur so könnt ihr sicher sein, dass keine wichtigen Elemente oder CTAs verdeckt werden.
      > Tipp: Sicherer Bereich = 1420×1080 px
    • Die optimale Menge an Text: 20%
      > Achtung: Wie bei allen Werbeanzeigen (z.B. bei Facebook) gilt, dass Anzeigen mit mehr als 20% Text entweder gar nicht oder nur gedrosselt ausgespielt werden.
      > Tipp: Als Startbild ein Thumbnail mit wenig Text ausspielen!
    • Die entscheidende erste Zeit: 3 Sekunden
      > Achtung: Durch die Nutzung von Tinder ist es das Zielpublikum gewohnt, schnell zu swipen. Daher gilt: Keine Zeit verschwenden! Schnelle, zielgerichtete Ads schneiden bei Verständnis, Relevanz und  Kaufabsicht immer besser ab.
      >Tipp: Intros können weggelassen werden, generell kurze Sequenzen sind zu wählen. Die Aufmerksamkeit muss direkt von Anfang an erzeugt werden. Dazu das Produkt in Aktion zeigen: Zeig was du hast!
    • Der perfekte Brand-Auftritt: direkt am Anfang
      > Achtung: Nutzer brauchen eine klare Handlungsaufforderung. Oftmals werden CTA-Buttons nicht genutzt, auch wenn diese extra prominent mit in die Anzeige eingebaut sind.
      > Tipp: Verzicht auf High-End, Nutzer sind an alltägliche Situationen durch Youtuber/Influencer gewöhnt, alles andere wirkt zu fremd.
    • Die alternativen Gestaltungsmöglichkeiten: immer nah am User
      > Achtung: Der Umfrage-Sticker kann derzeit nur bei Story-Platzierungen genutzt werden. Zwar werden 60% der Stories mit Ton gehört, die 40%, die sich die Storys ohne Ton anhören, dürfen aber nicht vergessen werden. Der Ton unterstützt das Storytelling. Untertitel und Musik sollten genutzt werden, damit beide Gruppen (mit und ohne Ton) mit der Ad bedient werden.
      > Tipp: Native Gestaltung wie Sticker, GIFs oder eventuell auch eine normale Story wirken. Dabei modern bleiben und nicht in alte, längst überholte Muster verfallen.

    Die Tool-Tipps

    Für die Erstellung guter Instagram-Story-Ads finden sich ebenso gute Hilfstools. Ihre Favoriten hat uns Julia kurz vorgestellt:

    Stories Creator:
    > kostenloses Kreativ-Tool
    > bietet einige Templates an
    > drei Textfelder zur Bearbeitung

    Canva:
    > zum Teil kostenlos, Pro-Variante für 12$/Monat
    > verschiedene Vorlagen lassen sich individualisieren
    > Bild- und Logo-Upload möglich
    > freie Auswahl von Farben und Schriften

     

    Creation Kit:
    > hauseigenes Tool
    > Upload eigener Bilder
    > Dauer und Übergänge frei wählbar
    > hat auch Vorlagen, die bearbeitet werden können
    > maximale Länge von 15 Sekunden (somit ist sichergestellt, dass die Ads immer ausgespielt werden)

    Storrito:
    > eigentlich ein Story-Planungs-Tool, was zur Ad-Erstellung entfremdet werden kann
    > möglich eigene Bilder und Videos hochzuladen
    > im Kreativmodus kostenlos nutzbar, ansonsten 15€/Monat

    Wave Video:
    > kostenpflichtiges Video-Tool, in der Agentur-Version 33,25$/Monat
    > mit verschiedenen Formaten (16:9 bis 9:16)
    > Templates helfen bei der Gestaltung
    > Alternativen zu Wave: Pro, Promo, Lumen 5

    Und dann gibt es natürlich noch Story-Apps fürs Smartphone: In der Erstellung von Story-Ads können sie etwas einfacher, schneller und unkomplizierter als die genannten Desktop-Tools sein. Die bekanntesten Tools dürften wohl Cut Story, Inshot, Videoshop (Julias Favorit) und die App-Variante von Canva sein. Also, einfach mal ausprobieren!

    Das Instagram-Fazit

    Story Ads lohnen sich eigentlich immer. Das Ziel der Ad sollte dabei immer im Fokus stehen und die Besonderheiten des Formats berücksichtigen. Dann ist es auch als Nicht-Voll-Profi in Sachen Kreativität möglich, coole Story-Ads zu erstellen. 

    Zum Abschluss eröffnete Julia dann noch eine kleine Fragerunde. Daraus nehmen wir mit, dass es bisher noch keine Untertitel-Lösung für Story-Ads gibt und auch kein Tool bzw. keine App auf dem Markt ist, die dazu eine Lösung bietet. Positiv zu bewerten ist die App URL Genius, mit der man Kampagnen verlinken kann. Bei der Nutzung des Umfrage-Stickers findet man die Ergebnisse im Werbemanager unter “Aufschlüsselung” unten rechts, in den Ergebnissen der Interaktionen.

    Danke, Julia, für Einblicke in die Welt der Instagram-Story-Ads. Bestimmt wird sich der ein oder andere dank dir nun auch selbst an die Erstellung eigener Stories wagen 🙂